Cloud Living oder zu deutsch, das Leben in der Cloud. Es gibt viele Menschen die absolute Feinde dieser Bewegung sind.

Du bist sicherlich auch schon öfters über dieses Thema gestoßen. Deswegen möchte ich dir nun erzählen was die Vor- und Nachteile sind. Natürlich ist das ganze absolut subjektiv geschrieben.

Die Nachteile des Cloud Living

Die Nachteile vom Cloud Living sind tatsächlich sehr begrenzt. Du weißt ja sicherlich das man seit Anbeginn des Computerzeitalters die Möglichkeit hat, eben diese zu hacken. Somit kann man Sachen Ausspähen, manipulieren oder ganz viel anderes Schindluder treiben.

Natürlich sind auch die Cloudanbieter demnach anfällig für solche „Überfälle“. Manche mehr und manche weniger. Doch selbst wenn dein Nachbar nun dein WLAN hackt und gleichzeitig Zugriff auf deine Cloud erhalten sollte. Wird es peinlich wenn er sieht was du vllt noch Einkaufen musst. Was du für eine Versicherung hast?

Ich finde es viel peinlicher wenn es jemanden so dermaßen interessiert was ich so alles in meiner kleinen Cloud lagere.

Sicherlich kann man Vorfälle wie den iCloud Hack und den damit verbundenen Promifotos als Statement nehmen. Allerdings kann ich dir dabei sagen, dass die iCloud nicht gehackt wurde. Der vermeintliche Hacker nutzte die Unwissenheit der Promis aus und sendete ihnen eine gefakte E-Mail in der sie aufgefordert wurden ihr Passwort erneut einzugeben. Und schon hatte er die benötigten Passwörter.

Natürlich kann ein solcher Vorfall nicht in der Boulevardpresse erscheinen. Aus diesem Grund wurde das ganze etwas gedreht und schon waren die Schreie groß.

Aber Merlin, was wenn meine Daten einfach gelöscht werden?

Das ist ein guter Einwand! Doch eher unwahrscheinlich. Selbst wenn du deine Daten beim Anbieter 08/15 aus Buxtehude hast, der insgesamt einen Kunden hat und das bist du. Sollte dieser Anbieter Insolvent gehen und dicht machen gibt er dir in den meisten Fällen eine gewisse Frist um deine Daten zu sichern und zu einem Anderen Anbieter zu wechseln.

Ich bin mir auch bewusst das du ungern deine Daten direkt bei „Mr. Data“ Google höchstpersönlich speicherst. Du kannst aber beispielsweise auf deutsche Anbieter zurückgreifen. Strato oder die Telekom beispielsweise sind zwei sehr berühmte Ableger. Zumindest gelten bei beiden das deutsche Datenschutzrecht.

Wer etwas mehr Geld investieren möchte und auch die Geduld und Kompetenz für die Einrichtung und Verwaltung hat, kann sich auch seine eigene Cloud anlegen. Dazu komme ich später noch.

Die Vorteile des Cloud Living

Widmen wir uns nun also den Vorteilen des Cloud Living. Stell dir einfach mal vor, dass du zu jederzeit und an jedem Ort auf absolut alle deine Daten zugreifen kannst. Egal ob es ein Arztbrief von letzter Woche, die Steuerunterlagen von vor 5 Jahren oder ein kindischer süßer Liebesbrief von vor 25 Jahren ist. Sobald du diese Dokumente eingescannt hast, hast du immer Zugriff darauf.

Du kannst sogar dem Argument „Man braucht doch dafür eine Internetverbindung“ völlig den Wind aus den Segeln nehmen. Viele Cloud Anbieter haben die Möglichkeit die Daten offline zur Verfügung stellen zu können.

Ich muss dir noch kurz erzählen, dass ich ausschließlich Apple Geräte nutze. Bei Androiden und Windows Phones kannst du das ganze sicher auch noch anders angehen. Leider kann ich dir nicht sagen wie.

Vielleicht weißt du es schon, aber auch Apple Geräten hast du nicht die Möglichkeit offen auf die gespeicherten Daten zuzugreifen. Du brauchst für solche Vorhaben eine separate App.

Natürlich bieten die Cloud Anbieter, die deine Daten auch offline zur Verfügung stellen gleichzeitig auch die Möglichkeit, dass du jederzeit und übersichtlich auf diese Zugreifen kannst.

Waren das etwa alle Vorteile Merlin?

Nein! Natürlich nicht. Das war etwas spezifisch auf das Paperless Living eingegangen (Welches mit Hilfe der Cloud so richtig abgeht).

Die Cloud umfasst viel mehr als deine Dokumente. Du kennst das sicher auch. Die Gerate die wir uns mittlerweile zulegen haben immer mehr Gerätespeicher. Aktuelle Geräte kommen schon locker auf 256 GB. Dafür darfst du natürlich tief in die Taschen greifen. Doch ehrlich jetzt, brauchen wir sowas?

Ich nutze meine Geräte meistens auf der niedrigsten Speicherkapazität. Also 16 GB, beziehungsweise 32 GB und es reicht vollkommen. Das liegt daran, dass ich Bilder, Musik, Dokumente und vieles mehr einfach in der Cloud speichere.

Auch unsere täglichen To-Dos. Entweder führst du dafür eine Liste auf Papier oder nutzt eine App oder ein Programm auf deinem Computer.

Beachten solltest du hierbei jedoch auch ob das Programm eine Cloudanbindung hat. Stell dir mal vor du führst ordentlich auf deinem PC alle deine To-Dos. Unterwegs fällt dir jedoch auf, dass du noch etwas anderes erledigen muss. Wenn du diese Sache jetzt in deinem Handy eingeben willst fällt dir auf, dass alle anderen To-Dos fehlen.

Das liegt daran das der PC nicht weiß was das Handy macht und anders herum. Das ist irgendwie blöd oder?

Aus diesem Grund nutze ich auch für mein Aufgabenmanagement die Cloud.

Du kannst mit Hilfe der Cloud alle deine To-Dos auch im Team ersichtlich haben oder in der Familie. Je nachdem wie du es nutzt und benötigst.

Merlin du hattest noch was von Überwachungssicherer Cloud gesagt?

Richtig. Du kannst mittlerweile auch deine eigene Cloud verwalten.

Mithilfe eines NAS-Servers zum Beispiel (NAS = Network Attached Storage)

Ich selbst führe so etwas nicht und kenne mich daher auch nicht besonders gut aus.

Ich habe hier jedoch einen Artikel der dir ganz genau erklärt wie du eine solche Cloud sicher erstellst und verwalten kannst.

Deine eigene Cloud

Stefanie erklärt in diesem Artikel wie sie ihre eigene Cloud führt. Solltest du fragen dazu haben, bin ich mir sicher das du bei ihr gut aufgehoben bist.

Fazit

Ich fasse nochmal alles kurz für dich zusammen.

Du hast die Möglichkeit mit Hilfe der Cloud jederzeit und überall auf alle deine Daten die du dort gespeichert hast zuzugreifen.

Es gibt diverse Optionen dafür. Die meisten Anbieter auf dem Markt können dir keine 100% Sicherheit deiner Daten garantieren. Solltest du deine Daten in einer eigenen Cloud aufbewahren ist steht dem Punkt Sicherheit nix mehr im Weg.

Ein typisches Setup in der Cloudverwendung anhand meiner Nutzung.

Todoist nutze ich für mein Aufgabenmanagement.

Ulysses zum Schreiben von allem was geschrieben wird.

Google für den Kalender, Kontakte und auch teilweise für Mails.

Und zum Schluss Evernote. Für absolut alles andere. Vom papierlosen Büro über die Archivierung meiner Fotos und vielen anderen Sachen. Ich führe auch eine digitale Bibliothek über Evernote. Hier ist der Link

Bis dahin lass es dir gut gehen

 

 

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Ich bin ein absoluter Apple Fanboy, habe auch schon im Kundenservice von Apple und anderen Technikunternehmen gearbeitet. Weil ich im Frühjahr 2015 die Diagnose auf Multiple Sklerose bekommen habe, beschäftige mich damit ein produktiveres und entspannteres Leben mithilfe von digitalen Hilfsmitteln zu führen. Zudem ist es mir eine Vision auch anderen MS Betroffenen zu helfen den Alltag zu bewältigen.
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