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Morgenrituale. Immer gleiche Abläufe, am besten super früh am Morgen, sodass wir den Großteil des Tages am Morgen erledigen. Ich habe so viele Vorschläge für Morgenrituale gesehen, gehört beziehungsweise gelesen. Besonders die Morgenrituale der besonders produktiven Menschen. Was ich davon halte und wie ich meinen Morgen verbringe, erzähle ich dir in diesem Beitrag. Vielleicht findest du ja gleich Gemeinsamkeiten oder Ideen für deinen nächsten Morgen und das dazu passende Ritual.

Wie sieht mein Morgen aus?

Du möchtest wissen, wie mein Tag losgeht?

Bildnachweis: Pixabay

Meistens werde ich von meinem Sohn geweckt. Die Uhrzeit ist unterschiedlich aber meisten zwischen 7 und 8 Uhr.

Ich weiß, zu dieser Zeit haben andere ihr gesamtes Morgenritual schon durch, haben 2 mal Meditiert, Sport gemacht und den gesamten Tag vorwärts und rückwärts geplant.

Als nächstes trinke ich mit meiner Frau zusammen Kaffee. Dabei frage ich Sie meistens was heute so ansteht ihrerseits. Nachdem ich das weiß stelle ich einen Plan auf was heute erledigt wird.

Ich probiere mir Termine wie Arzttermine oder Behördengänge immer auf den Vormittag zu legen. Was auch immer ich noch arbeitstechnisch zu erledigen habe, ich setze mich explizit nicht morgens damit auseinander.

Mir ist mittlerweile bewusst, dass morgens nicht meine produktivste Zeit ist. Wieso sollte ich also gerade dann arbeiten?

Tatsächlich schreibe ich viele meiner Texte in den späten Abendstunden. Dann fällt es mir am leichtesten in den Flow-Zustand zu kommen. Sollte ich administrative Aufgaben für meinen Blog erledigen müssen, so mache ich diese oft tagsüber.

Gehören Morgenrituale zu einem produktiven Tag?

Wir müssen einfach anders darüber denken. Mein morgendlicher Kaffee mit meiner Frau ist ebenso ein Morgenrituale. Sicher nicht so produktiv wie unsere Gurus. Aber muss das sein? Ich bin ehrlich gesagt zufrieden wie es jetzt ist. Ich kenne auch die andere Seite. Natürlich, sonst würde ich diesen Artikel nicht schreiben.

Ich habe eine Morgenroutine aufgebaut. Habe 30 Tage lang morgens meine Bauchmuskeln getriezt, 300 Wörter geschrieben und meinen Alltag geplant. Auch bin ich um 5:30 aufgestanden, damit ich nach all diesen Aktivitäten noch genug Zeit für andere Dinge habe.

Gut, gehen wir alles nochmal durch. Ich hatte also meinen Tag geplant, etwas Sport gemacht (der mich tatsächlich eher erschöpft in den Tag schickt) und natürlich geschrieben.

  • Die Tagesplanung bereits erledigt zu haben war eine tolle Sache. Bis meine Frau wachgeworden ist und viele Dinge die ich davor nicht im Kopf hatte dazukamen. Somit ist die Tagesplanung hinfällig gewesen und musste neu gestaltet werden.
  • Der Sport. Ich mache gerne Sport, habe damals sogar sehr ambitioniert Fitnesstraining absolviert. Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber ich bin nach dem Sport erstmal ziemlich geschlaucht. Brauche Pause und Erholung. Ok, ich kann vieles davon meiner Multiple Sklerose zuschreiben. Ohne die Krankheit hätte ich nicht so starke Fatique-Symptome und wäre danach nicht so geschlaucht. Sport mache ich aus diesem Grund lieber Abends um danach auf der Couch zu entspannen bis ich einschlafe.
  • Zum Schluss noch das geschriebene. Ich habe nicht an Texten gearbeitet. Dafür war mein Kopf noch nicht auf Betriebstemperatur. Es war schlicht Free Writing. Das ist gut wenn du dir auf dauer eine Gewohnheit für das Schreiben aneignen möchtest. Mehr aber auch nicht. Würdest du dir die Arbeit machen, einen Text morgens um 5:30 zu schreiben und mittags wieder umzuschreiben, weil du völligen Stuss geschrieben hast?

Kurz zusammengefasst: Nein ich finde du brauchst keine umfangreiche Routine am Morgen um produktiv in den Tag zu starten.

Wie kann ich dann produktiv in den Tag starten?

Ein produktiver Start in den Tag gelingt dir unter einer Vorraussetzung. Du musst dich wohl fühlen.

Überlege dir also was du tun kannst um dich in einer Atmosphäre zu befinden in welcher du dich wohl fühlst.

In dieser Atmosphäre kannst du nun anfangen deinen Tag zu planen. Wenn du deinen Tag geplant hast, ist nur noch ein wichtiger letzter Schritt zu tun und zwar zu starten.

Bis dahin hin lass es dir gut gehen

 

Merlin Mechler
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Merlin Mechler

Ich bin ein absoluter Apple Fanboy, habe auch schon im Kundenservice von Apple und anderen Technikunternehmen gearbeitet. Weil ich im Frühjahr 2015 die Diagnose auf Multiple Sklerose bekommen habe, beschäftige mich damit ein produktiveres und entspannteres Leben mithilfe von digitalen Hilfsmitteln zu führen. Zudem ist es mir eine Vision auch anderen MS Betroffenen zu helfen den Alltag zu bewältigen.
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9 Comments

  • Ich träume jeden Tag von einem produktiven Morgen, welcher um 5.30 startet. Es wäre ein Traum, um 5.30 mit der Arbeit zu starten und bereites gegen 8.00 / 9.00 Mengen an Arbeit erledigt zu haben.
    Mein eigenes Ritual sieht allerdings so aus, dass ich mich um 9.00 dazu quäle endlich die Augen zu öffnen, nachdem mein Wecker bereits hochmotiviert seid 8.00 klingelt. Und dann hänge ich noch bis 10.00 / 10.30 vor meinem Handy und checke meinen Instagram-Kanal. Um mich dann um 10.30 an die Kaffeemaschine zu bewegen und frustriert zu versuchen mit der Arbeit zu starten, weil es schon wieder so spät ist… Demnach zieht sich der Tage dann wieder in die Länge und Abends kann ich voller Motivation nicht schlafen. *puh* Vielleicht sollte ich mal eine Morning-Working-Challenge-Woche machen 😀

    Liebe Grüße Svenja

  • Ich bin froh, wenn ich morgens in der Lage bin, meine Tasse Kaffee zu halten. An Sport, Tagesplanung und Arbeit kann ich nach dem Aufstehen noch gar nicht denken und wenn ich es versuche, dann kommt nur Blödsinn dabei raus. Der Morgenkaffee ist somit mein einziges Ritual und das reicht mir auch. 😉

    LG, Jessi

  • Danke für deine Erfahrungen! Ich habe morgens tatsächlich auch immer gleiche Abläufe. Anders lässt es sich aber auch einfach nicht regeln, mit 2 arbeitenden erwachsenen und einem Kleinkind pünktlich aus dem Haus zu kommen. Durch die Rituale werde ich aber auch nicht produktiver. Ich komme einfach nur schneller voran. Produktive Dinge tue ich ebenfalls lieber später am Tag.

  • Hallo, Merlin.
    Was Pläne am Vorabend etc. betrifft: Da bin ich eher ein verpeilter Mensch und sollte mir das angewöhnen. 😅
    Liebe Grüße,
    Menna von Lines & Rhymes Universe

  • Ich machmeinen Plan inzwischen lieber am Vorabend. Dann kann ich gleich nach der Wohlfühl-Situation (bei mir ist das der mogendliche Hundespaziergang und danach ein großer Kaffee) loslegen.

    • Danke für diesen guten Beitrag!

      Das ist richtig. Tatsächlich kann man seine Tagesplanung schon am Vorabend erledigen um direkt loszulegen. Ich persönlich entspanne aber lieber abends oder schreibe an meinen Texten.

      Aber natürlich ist dies jedem selbst überlassen. 🙂

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