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Hast du schonmal etwas von der Entrümpelung gehört? Wie sieht dein Schreibtisch aus? Chaotisch oder Aufgeräumt und gut strukturiert?

Du musst dich nicht schlecht fühlen, wenn du darüber nachdenkst und einen chaotischen Schreibtisch vor Augen hast. Tatsächlich haben die meisten Menschen einen unordentlichen Schreibtisch.

Du machst es auch nicht besser, wenn du alle Sachen von deinem Schreibtisch in die Aktenschränke unter dem Schreibtisch tust.

Aber! Du kannst immer noch etwas verändern.

Bildnachweis: Pixabay

Im Selbstmanagement ist die Kunst der Entrümpelung essentiell. Sie hilft dir Struktur in deinen Alltag zu bringen und gleichzeitig entspannter zu leben. Weil du alten Ballast hinter dir lässt, hast du Zeit und die Kapazität für neue Dinge.

Die Kunst der Entrümpelung

Schau dir die Sachen auf deinem Schreibtisch an. Sind es vielleicht ausgedruckte E-Mails? Zeitschriften oder andere Dokumente die schon lange nicht mehr gebraucht werden?

Wenn dem so ist, dann kannst du diese Sachen direkt entsorgen. Solltest du zögern, frage dich wieso. Hat der Gegenstand besondere Bedeutung für dich? Dann kannst du ihn sicher an einem anderen Ort aufbewahren. In einer Box für Erinnerungswürdige Gegenstände zum Beispiel. Wenn es ein Dokument ist an dem du noch arbeiten musst, glaubst du nicht auch, dass dieses in eine ordentliche Dokumentenmappe gehört?

Schritt eins ist also alle Sachen auf deinem Schreibtisch zu nehmen und auf zwei Stapeln zu sortieren.

Ein Stapel für Sachen die du behalten möchtest und der andere zum wegschmeißen.

Das ist das wichtige beim Minimalismus. Sich von Altlasten und unnötigen Dingen zu trennen. Anfänglich mag das noch schwierig sein. Ich verspreche dir aber, dass sich dieses Vorhaben rentieren wird.

Es muss erwähnt werden, dass ich keiner dieser fanatischen Minimalisten bin. Die Idee, das Leben mit maximal 100 Dingen im Besitz zu bestreiten, ist schwachsinnig. Diese Einstellung steht schließlich auch vollständig im Disput mit dem Digital Lifestyle.

Gut! Als nächsten Schritt werden wir uns um die mich übrig gebliebenen, wichtigen Dinge kümmern.

  • Nimm dir alle Sachen, welche dir wichtig sind und aufbewahrt werden müssen. Diese Sachen verstaust du jetzt, wie oben bereits erwähnt, in einer Box für solche Gegenstände. Schmeiß die Box nicht weg, aber verstaue sie so, dass du nicht ständig über sie stolperst.
  • Für alle arbeitsbezogenen Dokumente nimmst du eine Dokumentenmappe oder eine Unterschriftenmappe. Im besten Fall wäre eine Mappe ab 32 Fächern. Solltest du so eine nicht haben geht es auch mit wenigern. Aber bitte mindestens ab 8 Fächern.

„32 Fächer = jeder Tag im Monat + Archiv“

„8 Fächer = die Woche + Archiv“

  • So kannst du nun die Arbeitsblätter je nach Datum der Erledigung in die Mappe ordnen. Wenn es außerhalb des aktuellen Monats oder der Woche liegt, kommt das Blatt ins Archiv. Weiteres dazu behandeln wir beim Thema Wochenplanung in einem anderen Artikel.

Fazit für deinen ersten Schritt der Entrümpelung

Um es dir optimal und effizient zusammen zufassen habe ich diese Grafik für dich erstellt.

Bis dahin lass es dir gut gehen

 

 

PS: Der Minimalismus war unter anderem auch der Grund für meine Entscheidung Mobile-only zu leben.

Merlin Mechler
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Merlin Mechler

Ich bin ein absoluter Apple Fanboy, habe auch schon im Kundenservice von Apple und anderen Technikunternehmen gearbeitet. Weil ich im Frühjahr 2015 die Diagnose auf Multiple Sklerose bekommen habe, beschäftige mich damit ein produktiveres und entspannteres Leben mithilfe von digitalen Hilfsmitteln zu führen. Zudem ist es mir eine Vision auch anderen MS Betroffenen zu helfen den Alltag zu bewältigen.
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22 Comments

  • Das Interesse auf diese Weise zu leben, wächst ja doch immer weiter an. Ich habe auch schon mit dem Aussortieren zu Hause angefangen und viele Dinge für kleines Geld weggegeben. Irgend wie fühlt man sich schon um einiges befreiter.

    • Hallo Laura,

      Danke für deine Erfahrungen.

      Es ist besonders aufgrund unserer Konsumgesellschaft sehr angenehm einfach mal auf weniger zu setzen.

      Sehr toll ist auch die Möglichkeit der mentalen Entrümpelung. Also einfach mal alles aus dem Kopf zu schmeißen was man eigentlich nicht braucht.

  • Noch ein allgemeiner Tipp, um minimalistischer zu leben: Sich jeden Tag vorzunehmen, mindestens einen Gegenstand loszuwerden, egal ob klein oder groß. Zu Beginn trennt man sich von dem absolut Unwichtigen und somit auch von den nicht wirklich benötigten Gegentänden. Wenn’s dann an die wichtigeren Gegestände geht, dann ist man schon so in Übung, dass die Überwindung nicht mehr so groß ist.

    Gruß
    GamesPhilosoph

    • Danke für dein tolles Kommentar!

      Tatsächlich ist das eine hervorragende Idee, wenn man minimalistischer Leben möchten. Zumindest um das eigene Mindset zu ändern.

      Der Hintergrund sollte sein, mehr Wert auf die wirklich wichtigen Dinge zu legen und eher unnütze Dinge aus dem Leben zu streichen.

      Viele Grüße
      Merlin

    • Eine gute Idee! Da sowas aber auch meistens wie eine sehr große Überwindung wirkt kannst du natürlich auch klein anfangen. Wenn du dir dann mit der Zeit eine Gewohnheit schaffst ist es ab da an ganz einfach. 👍🏻

  • Mein Schreibtisch ist schon wesentlich aufgeäumter als vorher. Ich habe mich letzte Woche auch mal von einigen Stiften getrennt. Kein Mensch braucht so viele Stabilos 😀
    Aber ich muss wahrscheinlich noch etwas mehr entrümpeln 🙂

    Liebe Grüße

    • Das freut mich zu hören!

      Ich denke der wichtigste Punkt in Bezug auf den Minimalismus ist auch, dass wir uns klar werden müssen das wir einfach in einer Welt des Überschusses leben. Es reicht eben oft auch weniger.

      Das ist nebenbei der Grund wieso ich nichtmal einen Schreibtisch habe beziehungsweise nutze. 😉

  • Der Schreibtisch ist echt ein wunder Punkt – egal wie oft ich ihn aufräume, er schafft es immer wieder sich in kürzester Zeit vollzuräumen. Ich bin quasi machtlos 😛

    • Ich verstehe dich! An diesem Punkt ist es sicherlich eine gute Idee mal über eine gute Gewohnheit nachzudenken. So könntest du dir für alle Sachen einen festen Platz suchen und für eingehende Post und andere Dokumente eine Ablage. Eventuell sind das ein paar Schritte mit denen du in Zukunft das Chaos unter Kontrolle bekommst.

      Wir alle mussten schließlich schon mit diesem Chaos kämpfen, dann bin ich mir sicher, dass auch du das schaffen kannst.

  • Sehr schön geschrieben und gute Tipps! 🙂 Aber ich neige sowieso nicht dazu, dass ich alles ansammle, vorallem nicht Klamotten. Ich kauf nur neues, wenn das alte kaputt ist und weggeschmissen wird 😀
    Aber ich kenn wiederum andere, die jeden Scheiß aufheben 😀

    Grüße von Levent
    http://www.lepablo.de

  • Ich hab auch vor Kurzem begonnen meine ganze Wohnung auszumisten- mein Schreibtisch ist inzwischen super minimalistisch- und ich mag es gerne- und arbeite auch deutlich konzentrierter.

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