Pocket

Es gibt viele, wirklich unglaublich viele Möglichkeiten etwas an deinem Selbstmanagement zu ändern. Tools und Programme. Letztlich solltest du natürlich versuchen dein Mindset anzupassen. Eine große Hilfe dabei kann eine europäische Gebirgskette sein. Zumindest wird die Methode so genannt.

ALPEN Methode
Bildnachweis: Pixabay, Bemerkungen: Merlin Mechler

Alpen Methode

A

Aufgaben müssen erfasst und niedergeschrieben werden.

Das bedeutet, dass du sofort wenn sich eine Aufgabe ergibt deinen Taskmanager zur Hand nimmst und notierst was du zu erledigen hast. Beachte hierbei die Unterteilung von Aufgaben und Projekten.

Aufgaben sind kleine, kurze Schritte die du ausführst. Sobald mehrere Aktionen nötig werden, solltest du ein Projekt daraus machen und die benötigten Schritte zur Vollendung unterordnen.

Was du für deinen Taskmanager benutzt hängt von deinen Vorlieben ab. Manch einer mag es sich alles in einem kleinen Notizbuch zu notieren. (In diesem Fall kann ich die Notizbücher von Leuchtturm 1920 empfehlen aufgrund der angenehmen Breite der Seiten)

Ich persönlich nutze hierfür die App Todoist. Ich habe dort alle wichtigen Aufgaben, Projekte und sogar meinen Redaktionsplan hinterlegt.

Tools die ich empfehle sind: Todoist, Wunderlist, Nozbe oder Trello

L

Länge der Aufgabe beziehungsweise Dauer abschätzen und bei der Aufgabenplanung festhalten.

Die Dauer der Aufgabe ist wichtig bei deiner Tagesplanung. So kannst du schnell und einfach sehen welche Aufgaben wie viel Zeit in Anspruch nehmen um deinen Tag optimal zu verplanen.

Nozbe bietet beispielsweise die Option, die länge der Aufgabe einzutragen.

P

Pufferzeit einplanen. 60/40 Verhältnis. 60% Planen und 40% freihalten für spontane Sachen.

Nehmen wir als Beispiel einen 8 Stunden Arbeitstag. Wenn du dich also an deine Tagesplanung setzt ist es wichtig nicht Aufgaben für die vollen 8 Stunden einzuplanen. Das mag am Anfang schwer sein, weil man denkt „Ich arbeite doch 8 Stunden, wieso soll ich dann 3 Stunden rumgammeln.

Ich versichere dir, dass du davon profitieren wirst nur 5 Stunden zu planen. Spontane Aufgaben, Zwischenfälle oder dergleichen kommen immer vor. Außerdem kann es auch vorkommen, dass das abarbeiten einer Aufgabe länger dauert als erwartet.

In diesem Fall wirst du froh sein eine Pufferzeit eingeplant zu haben.

E

Entscheidungen über die Priorität der Aufgaben treffen.

Bei der Planung deines Tages ist es natürlich essentiell wichtig zu wissen wie die Prioritäten deiner Aufgaben aussehen.

Bedenke: Es wäre fatal am Ende des Tages vielleicht 80% deiner Aufgabe erledigt zu haben, dann aber festzustellen, dass die restlichen 20% mit einer Deadline für den nächsten Tag versehen sind.

Um die Prioritäten deiner Aufgaben optimal zu setzen kannst du das Eisenhower Prinzip verwenden.

Tools wie Todoist oder Nozbe haben Funktionen für das Eisenhower Prinzip bereits mit an Bord.

N

Nachkontrolle.

Nach der Tagesplanung ist es nun im letzten Punkt wichtig, diesen in dein wöchentliches Review zu integrieren. Mit deinem wöchentlichen Review kannst du deine Performance einsehen und überprüfen.

Das ist besonders wichtig um deine Leistungen zu optimieren. Zudem hilft dir ein wöchentliches Review dabei auf Kurs zu bleiben und deine Ziele nicht aus den Augen zu lassen.

Fehler machen ist nicht schlimm sondern gut. Zumindest dann, wenn wir daraus lernen. Du kannst also sehen woran du gescheitert bist und beim nächsten mal aus dieser Erfahrung schöpfen um es besser zu machen.

Die gewonnenen Erkenntnisse deines Reviews solltest du nun direkt in deine Wochenplanung der nächsten Woche übernehmen.

Beim planen deiner Woche solltest du bereits darauf achten deine Ziele mit einzubeziehen. Plane feste Blöcke in denen du an deinen Zielen arbeitest.

Umsetzungsmöglichkeiten

Besonders praktisch ist es natürlich, wenn du die Alpen-Methode tagtäglich in deinen Workflow einbaust um eine Routine und schlussendlich eine Gewohnheit zu entwickeln. Mit Hilfe der Gewohnheit wirst du schlussendlich einen festen Anker haben, welcher dir hilft auch langfristig auf Kurs zu bleiben.

„Zeitmanagement Methoden sind immer nur ein kleiner Teil des ganzen großen. Merke ohne die richtige Einstellung bringen dir auch all die Methoden, Tools und Techniken nichts. Fang also bei dir selbst an zu arbeiten, anstatt die Lösung in Programmen und Tools zu suchen.“

Merlin Mechler
Folge mir

Merlin Mechler

Ich bin ein absoluter Apple Fanboy, habe auch schon im Kundenservice von Apple und anderen Technikunternehmen gearbeitet. Weil ich im Frühjahr 2015 die Diagnose auf Multiple Sklerose bekommen habe, beschäftige mich damit ein produktiveres und entspannteres Leben mithilfe von digitalen Hilfsmitteln zu führen. Zudem ist es mir eine Vision auch anderen MS Betroffenen zu helfen den Alltag zu bewältigen.
Merlin Mechler
Folge mir

One Comment

Hinterlasse deine Meinung zum Thema