Genieße es, auch mal abzuschalten. Weiterbildung mal anders.

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Wenn auch du dich viel mit den Themen Selbstmanagement und Produktivität beschäftigst, fällt dir eines sicher auch auf.

Die meisten dieser „Gurus“ oder „Experten“ schwören darauf, dass Fernsehen, Nachrichten oder andere Dienste, die nix mit Weiterbildung oder Arbeit zu tun haben, Gift sind. Gift für deinen Geist, deine Kreativität und vor allem Gift für deine Lebenszeit.

Stattdessen sind dann Urlaube nach Mallorca oder Ibiza der Hit. Sonne, Bier und vermutlich doch wieder Arbeit. Nur an einem anderen Ort.

Ganz ehrlich, ist das Sinnvoll? Ich denke nicht. Ich habe dafür aber auch Gründe. Diese Gründe nenne ich dir jetzt.

Weiterbildung mal anders?

Du wirst es kaum glauben, ich finde Fernsehen toll. Ichh schalte gerne einfach mal ab und setze mich vor den Fernseher.

Zum Thema Weiterbildung zurück. Ich habe wirklich so wenig Lust darauf mich mit Kopfhörern vor ein Udemy oder Coursera oder sonst irgendein anderes Video zu setzen.

Wieso fragst du dich? Mir fehlt dabei das gewisse etwas. Ich sage immer so schön, mir fehlt die Action dabei. Ich habe auch die Schule schon gehasst. Es war langweilig und ermüdend. Immer dieser typische Frontalunterricht. Schreckliche Sache.

Nun möchte ich aber zwei sehr untypische Sachen zusammenbringen. Wir werden damit großgezogen, dass Fernsehen schlecht für uns ist. (Damals war es Fernsehen, heute ist es vielleicht auch Youtube)

Wir sollten versuchen diese Denkensweise etwas abzuändern. Ganz ehrlich wer sich RTL mit all den tollen Assi-TV Formaten reinzieht. Dem geb ich ein HighFive und sage „Durchgefallen“. Das ist definitv kein Bildungsfernsehen. Wir sollten uns also davon zurückhalten und uns anderen Dingen zukehren.

Serien als interaktive Möglichkeit zum lernen

Ich habe schon mein Leben lang gerne Serien geguckt. Glaubst du die Drehbuchautoren denken sich absolut alles aus was in der Serie passiert? Sicher nicht. Sie recherchieren. Suchen nach Möglichkeiten Ihre Figuren menschlich zu machen. Sodass wir, als Zuschauer, uns mit der Person aus dem Film oder Serie identifizieren können.

Vielleicht denkst du dir jetzt „Spinnt er? Wie kommt er nur auf so eine provokante Aussage“

Ich habe durch das gucken von Serien viel gelernt. Ein gutes Beispiel: Der Gedankenpalast. Hätte ich diesen Begriff nicht in einer meiner Lieblingsserien (The Mentalist) gehört, wäre ich nie auf die Idee gekommen danach zu suchen und die Methode auszuprobieren.

Auch Scorpion oder Suits haben mir dabei geholfen mein Mindset zu ändern. Sicher haben mir auch all die Blogs und Bücher die ich gelesen habe geholfen. Aber Serien und Filme geben einem mehr. Sie unterhalten dich. Du merkst also teilweise nichtmal, dass du etwas lernst oder sich etwas in deinem Mindset ändert.

Ich möchte aber noch einen Schritt weitergehen.

Videospiele als Bildungsträger

Uhhh, ich weiß. Ich mache gerade ein Fass auf, welches lieber geschlossen bleiben sollte.

Aber! Ich habe genau das Gegenteil erlebt. Sicherlich gibt es, wie bei fast allem, auch die Schattenseiten. Ich muss allerdings auch zugeben das ich süchtig war. Süchtig nach Videospielen. Ich habe Tage und Nächte damit verbracht zu spielen. Ja es gab Zeiten, auf die ich absolut nicht stolz bin, in denen ich Videospiele meiner Frau und meinem Sohn vorgezogen habe. (Asche auf mein Haupt)

Wenn ich allerdings nicht die Schattenseiten betrachte, sondern die Vorteile, dann sehe ich folgendes:

Ich habe ab der zweiten Klasse Englisch Unterricht gehabt. Ich war im Durchschnitt ein 4-5er Schüler. Ich hatte weder Ahnung noch Interesse daran Englisch zu lernen. In der 6.ten Klasse habe ich dann dank meiner Schwester angefangen ein Online Rollenspiel zu spielen. Das Spiel war vollkommen auf Englisch. Ich war also gezwungen die Sprache zu lernen. Zumindest habe ich dies im laufe der Zeit getan.

Als ich dann in die 7te Klasse gekommen bin, war ich fortan der Jahrgangsbeste in Englisch. Das ging weiter bis zu den Abschlussprüfungen. Auch dort habe ich als Jahrgangsbester in Englisch abgeschnitten. Das lag aber nicht daran, dass ich sonderlich viel im Unterricht aufgepasst habe, sondern das ich einfach einen sehr umfangreichen Wortschatz angesammelt hatte.

Ein weiter Faktor ist die Freisetzung von Kreativität.

Ich muss dazu sagen, dass ich nie Fan von dumpfen und stumpfen Ballerspielen gewesen bin. Mich musste vor allem die Geschichte faszinieren.

Ich habe aufgrund all dieser Spiele angefangen mit 16 Jahren eine Geschichte zu schreiben. Diese Geschichte entwickelte sich schnell weiter. Grundpfeiler hatte ich mir hier und da aus Videospielen genommen. Der größte Teil der Geschichte entstand allerdings aus meiner eigenen Fantasie.

Ich habe, leider noch als absolute unbearbeitete Rohfassung, meine erste Geschichte Fertig. Ein gut 40000-50000 Wörter Roman. Angedacht war von mir damals eine Romangeschichte aus Vier teilen. Ich habe zu allen Vier teilen noch immer umfangreiche Notizen und eine Menge bereits angefangenen Stoff.

Mit der Zeit habe ich mich jedoch immer weniger damit beschäftigt. Mehr und mehr wuchs in mir das Interesse an Themen wie Produktivität und effizientem Leben und Arbeiten.

Fazit

Ich fasse nochmal alles für dich zusammen.

Serien und Filme haben mir geholfen diverse Sachen zu lernen. Vor allem habe ich diese Sachen nicht nur gesehen, sondern auch wesentlich besser aufgenommen und verarbeitet. Das alles ist das Ergebnis von visuellen Medien. Weil das Gehirn nicht nur stupide wie beim Frontalunterricht belastet wird, sondern zusätzlich Unterstützung durch das visuelle erhält.

Bei Videospielen ist dieser Effekt noch intensiver. Du konsumierst nicht nur, sondern reagierst und aktiv handelst.

Du verwendest also noch einen weiteren Teil deines Körpers, welcher dein Gehirn aktiv werden lässt.

Das ganze ist natürlich mit Vorsicht zu genießen. Zudem muss jeder für sich selbst damit klarkommen die Zeit sinnvoll einzuteilen und entsprechen zu konsumieren.

Wie stehst du zu dem Thema? Würdest du auch so lernen oder hast du bereits selbst Erfahrungen damit gemacht?

Bis dahin keep going,

Merlin Mechler
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Merlin Mechler

Ich bin ein absoluter Apple Fanboy, habe auch schon im Kundenservice von Apple und anderen Technikunternehmen gearbeitet. Weil ich im Frühjahr 2015 die Diagnose auf Multiple Sklerose bekommen habe, beschäftige mich damit ein produktiveres und entspannteres Leben mithilfe von digitalen Hilfsmitteln zu führen. Zudem ist es mir eine Vision auch anderen MS Betroffenen zu helfen den Alltag zu bewältigen.
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