Ich habe mich gefreut als ich über die Blogparade von Goldenmelancholy.de gestoßen bin.

Das Thema der Blogparade ist „Trau Dich“, denn jeder von uns hat und hatte Momente in denen wir aus unserer Komfortzone austreten. Für mich war dieser eine Moment der Augenblick in welchem ich beschlossen habe mit dem Bloggen anzufangen.

Natürlich kam ich nicht einfach so zu der Erkenntnis und der Entscheidung. Aus diesem Grund hole ich etwas aus.

Was habe ich vor dem Bloggen gemacht?

Ich hatte mein Leben lang Visionen und Wünsche. Ich wusste nur nicht wie ich diese erreichen kann. Ich habe im Frühjahr 2012 entschieden mein Fachabitur im Sozialwesen abzubrechen. Die Themen sind mir zu trocken geworden und auch der Wunsch mal Erzieher zu werden ist immer geringer geworden.

Ich mag zwar Kinder, ich habe schließlich selbst zwei, aber beruflich jeden Tag mit den Kindern anderer Menschen beschäftigt zu sein und diese zu „erziehen“ war dann doch nicht mehr das was ich als Berufung empfunden habe.

Nach einer Orientierung bin ich schlussendlich durch einen bekannten in ein Call Center gekommen.

Ich war begeistert. Ich habe endlich Geld verdient und konnte etwas leisten. Und ich war gut!

Innerhalb von 2 Monaten seit Eintritt gehörte ich zu den besten Agenten im Projekt. Allerdings konnte ich dort bereits feststellen wieviel Ideen ich entwickelte und einbringen wollte. Das führte schlussendlich zu meiner Kündigung.

Auch in den folgenden Jahren war ich im Schnitt zwischen 2-3 Monaten in einem Unternehmen angestellt. Dabei hegte ich allerdings immer den Grund mehr zu wollen. Ich wollte selbstständig werden oder zumindest etwas eigenes erschaffen.

Ich habe mich in meiner Freizeit immer wieder hingesetzt und geschrieben. Ein Fantasy Roman. Leider ist dieser bis heute nicht druckfertig. Ich habe den gesamten ersten Band in einer Rohfassung fertig.

Mittlerweile fehlt mir aber die Muße, daran weiter zu arbeiten.

Ich habe dann im Frühjahr 2015 eine unschöne Nachricht bekommen. Es war die Diagnose auf Multiple Sklerose. Ich hatte bereits mit kleinen Beschwerden zu kämpfen. Immer wieder wollte mein Kopf nicht so funktionieren wie ich es wollte. Ich wurde vergesslich und unorganisiert.

Ich begann damit Blogs zu lesen. Blogs über Selbstmanagement, Produktivität und auch das Schreiben. Ich habe auch angefangen nachzudenken, was meine Berufung sein könnte. Ich konnte nicht immer wieder ins Call Center zurück. Es musste einen anderen Weg geben. Einen Weg, der mich zu einem Ort führt an dem ich mein Wissen und meine Leidenschaft teilen und mitteilen kann.

Der Start meines Blogs

„Das kannst du nicht. Du kannst nicht gut schreiben und noch viel weniger Menschen erklären produktiver zu leben. Tu es nicht!“

Tag ein, Tag aus hatte ich damit zu kämpfen.

„Du hast nicht das Geld einen Blog zu starten.“

Ich hatte viele Gründe, die mich davon abhielten. Dabei hatte ich ein fertiges Konzept und eine Idee. Eine Vision.

Dann fiel mir wieder ein, dass ich doch bei Schreibsuchti einen Rabatt-Code für einen Host gesehen habe. Ich nahm ihn und registrierte meine Domain. Stück für Stück fing ich nun an, an meinem Blog zu arbeiten. Ich wechselte Themes, Bilder und Ideen.

Bis ich endlich ein Theme gefunden habe, welches meine Vision gut darstellen konnte. Zeitgleich habe ich einfach angefangen zu schreiben.

Ich teilte mein Wissen mit und entwickelte immer mehr meine eigene Stimme. Dann bin ich auf die Idee eines Gastartikels gekommen. Ganz frisch am Markt war ich der Meinung, dass dies mir helfen könnte Aufmerksamkeit in der Szene zu erregen.

Also schrieb ich los und verfasste einen Artikel von meiner Artikelserie Evernote 101. Ich fragte André, den Gründer der Paperless Pioneers, ob ich diesen Artikel nicht auf dem Blog veröffentlichen kann. Ich war überwältigt als ein Ja zurück kam.

Eines führte zum anderen. Ich veröffentlichte noch einen Artikel. Bei kamen gut an und ich konnte mich beweisen. So sehr, dass ich aufgenommen wurde in das Team der Pioneers.

Endlich war ich an dem Ort. Ich konnte meine Ideen und Vision vorstellen und erklären. Und sie wurden ernst genommen. Nicht nur das, sondern die Unterstützung die ich bekomme, genauso wie die Unterstützung die ich geben kann um bei der Entwicklung der Community zu helfen.

Fazit

Die Erlebnisse in meinem Leben haben mich langsam dazu gebracht, mich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen. Soweit bis ich endlich an einem Ort angekommen bin, der mich bestärkt. Mir die Kraft gibt weiterzumachen und etwas gutes zu tun.

Dieser Ort ist groß. Das heißt, ich habe noch einen weiten Weg vor mir um zum Ergebnis zu gelangen. Aber ich bin auf dem richtigen Weg. Das weiß ich mittlerweile.

Wie siehst du das? Hast du bereits deinen Weg zum Paradies gefunden? Bist du vielleicht schon da? Erzähle mir von deinen Erfahrungen.

Bis dahin keep going!

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2 Comments

  1. Michael Ortner 8. Juli 2017 at 13:04

    Hallo,
    ich lese mit Interesse was du so schreibst, bin auf dich gestoßen, da ich durch meine Epilepsie auch nach einem Konzept suche, mich wegen meiner Unkonzentriertheit, Vergesslichkeit usw. über den digitalen Weg neu zu Organisieren, Zeit als Rentner und Witwer habe ich auch nur ich ersticke in Papierbergen, finde keinen Tagesablauf hänge ständig vor dem TV, träume in den Tag hinein und bin unzufrieden damit. Hätte noch viel zuschreiben, aber erstmal genug. Werde versuchen mit den neu gewonnenen Erkenntnissen mich zu Organisieren, vielleicht klappt es ja.
    MfG
    Michael Ortner

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    1. Merlin Mechler 8. Juli 2017 at 14:26

      Hallo Michael,

      ich danke dir für dein Kommentar. Solche Kommentare geben mir immer wieder die Kraft weiter zu machen wenn ich am liebsten alles hinschmeißen würde.

      Auch den von dir beschriebenen Alltag kenne ich zu gut. Ich hoffe dir auch in Zukunft Inspiration zu liefern.

      Viele Grüße
      Merlin

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