Die schockierende Wahrheit über Konsum und Entrümpelung

Wir leben in einer Welt voller Konsum. Wo man auch hinguckt, hinschaut oder hinhört es geht um Konsum. Das gute dabei ist, dass es uns dadurch an nichts mangelt. Was du auch benötigst wird sich irgendwie und irgendwo finden lassen.

Schnell kann es dazu zu verschiedenen negativen Einflüssen kommen, die dich in deinem Leben, deinem Beruf und auch in Zwischenmenschlichen blockieren können.

Es gibt ein wunderbares Zitat, welches du an verschiedene Bereiche anpassen kannst ohne das es seine Wertigkeit und Wahrheit verliert.

Wie du wohnst, so lebst du.

Das Zitat geht in diesem Fall darauf ein ob du ein Chaot oder Ordnungsfanatiker bist. Denn wenn dein Zuhause aussieht als wäre eine Bombe eingeschlagen, dann wirst du vermutlich auch in anderen Bereichen so chaotisch sein.

Kommen wir aber nun vom Theoretischen mehr zum Praktischen.

Die magischen 3 Schritte der Entrümpelung

Das grobe Gerüst der Entrümpelung besteht aus genau 3 Bereichen. Welche das sind und was du in jedem dieser Schritte zu beachten hast, zeige ich dir im folgenden.

Schritt 1:

Schritt 1 bei der Entrümpelung ist es alle Dinge an den Ort wo du Entrümpeln möchtest zusammenzusuchen und auf einem Haufen zu sammeln.


Sollte der gewählte Bereich bzw das gewählte Zimmer zu groß sein kannst du dieses natürlich auch in kleinere Teilbereiche gliedern.


Beachte hierbei aber bitte auch alle Dinge zusammenzutragen. Es geht hierbei noch nicht darum, dass du Gegenstände lieber auslässt um diese nicht entrümpeln zu müssen.

Schritt 2:

Der zweite Schritt der Entrümpelung ist das Separieren der zusammengetragenen Dinge.

Du hast nun einen großen Haufen mit allerlei Dingen. Stück für Stück nimmst du nun eines davon und entscheidest jetzt, sofort!, ob du den Gegenstand brauchst. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass du den Gegenstand jetzt oder auf jeden Fall für einen bestimmten Zweck benötigst.

Wenn du keinen Anwendungsbereich findest oder dafür hast, ein irgendwann gilt nicht, dann kommt der Gegenstand auf einen separaten Haufen.

Wenn du einen Gegenstand benötigst und/oder einen Verwendungszweck für den Gegenstand hast, dann kommt dieser auf einen zweiten separaten Haufen.

Dieses Prozedere geht so lange weiter bis der erste, ursprüngliche, Haufen nicht mehr da ist und du, hoffentlich, zwei Stapel hast von denen der entsorgen Stapel größer ist.

Als nächstes nimmst du nun alle Sachen des Stapels für die Entsorgung und schmeißt diese weg. Nicht in einen Beutel für irgendwann, sondern in den Müll.

Schritt 3:

Der dritte Schritt beschäftigt sich nun damit die restlichen Dinge ordnungsgemäß aufzubewahren. Damit ist gemeint, dass du für jeden dieser Gegenstände einen (ich meine wirklich einen!) Ort aussuchst. An diesem Ort bleibt der Gegenstand nun, damit du immer wenn du etwas benötigst, sofort weißt wo die entsprechende Sache zu finden ist. Nach der Verwendung stellst du den Gegenstand wieder an seinen festen Platz.

Nachdem ich dir nun die Theorie der Entrümpelung erklärt habe kommen wir doch nochmal ein bisschen mehr zum praktischen. Ich möchte dir drei sehr wichtige Bereiche in unserem Leben aufzeigen und dir erklären wie du dort anfangen kannst zu Entrümpeln.

Entrümpel deinen Arbeitsplatz für maximalen Fokus

Ich meine mit dem Arbeitsplatz jeden Schreibtisch oder jedes Büro, das du besitzt und in dem du arbeitest.

Sorge dafür an jedem dieser Orte eine grundlegende Entrümpelung durchzuführen und auch in Zukunft dafür zu sorgen das dein Arbeitsplatz immer frei und ordentlich ist. Wieso?

Ganz einfach, nur so kannst du wirklich produktiv arbeiten. Ich kenne niemanden der Wunder bewirkt und absolut strukturiert arbeitet während er mitten im Chaos sitzt. Es geht bei der Entrümpelung deines Arbeitsplatzes aber nicht nur darum so wenig Dinge wie möglich um dich herum zu haben. Viel mehr geht es darum die richtigen Dinge um dich zu haben und jedes dieser Dinge umgehend zur Verfügung zu haben. Ich möchte dir dafür folgende Situationen zeigen:


• Du hast gerade einen Bericht fertiggestellt und musst die Blätter nun zusammen tackern. Die Frage ist nur wo ist der Tacker? Letztens hattest du ihn noch irgendwo gesehen. Aber da ist er nicht mehr.

• Du musst ein wichtiges Dokument ausdrucken aber das Papier ist alle. Aber wo zur Hölle war nochmal die Packung mit dem Druckerpapier?

• Zum Glück hast du die Post-It Notizen immer neben deinem Monitor. Perfekt für schnelle Noti… warte mal, wo ist der Kugelschreiber?


Vielleicht kennst du eine der oben genannten Situationen. Ich denke wir alle kennen diese oder ähnliche. Und genau das ist einer der Punkte der nach der Entrümpelung nicht mehr vorkommen soll.

Du sollst nicht nur alle unwichtigen Dinge von deinem Arbeitsplatz entfernen und in deinem Mindset verankern, dass du auch in Zukunft keine unwichtigen Dinge mehr anfängst dort zu horten, sondern dafür sorgen, dass all die wichtigen Objekte an deinem Arbeitsplatz einen (ich meine wirklich EINEN!) Platz haben. Jedes Objekt bekommt seinen eigenen Platz. Wenn du es brauchst nimmst du es, benutzt es und legst es wieder an seinen Platz zurück.

Digitale Entrümpelung? Auch das Smartphone muss dran glauben

Wusstest du das die Deutschen durchschnittlich 6-30 Apps installiert haben? (Der Durchschnitt einer Repräsentativen Umfrage zur Anzahl an Apps auf unseren Smartphones)

Also ich finde es ehrlich gesagt gar nicht so erstaunlich. Es gibt schließlich viele Apps die wir tagtäglich brauchen. Und dann sind da noch die kleinen Spielchen für zwischendurch. Aber brauchen wir das wirklich alles?

Auf den meisten Deutschen Smartphones ist ziemliches Chaos angesagt. Eine richtige Struktur oder Ordnung gibt es meistens nicht, sondern einfach nur eine ganze Menge Seiten auf denen man seine benötigte App sucht.

Wusstest du, dass du jede App, egal ob installiert oder nicht und sogar Dokumente und Dateien super schnell und einfach über die Spotlight Suche in deinem iPhone finden kannst? Als ich das erfahren habe und immer wieder genutzt habe um mich daran zu gewöhnen, hat es irgendwann klick gemacht und ich habe angefangen meinen Homescreen vollständig zu entrümpeln.

Meine Entrümpelung endete am Smartphone schlussendlich mit diesem Ergebnis:

Ich habe mich für zwei Ordner auf zwei Seiten entschieden. (Die erste Seite ist clean, die habe ich einfach, weil man es machen kann und es cool ist.)

Wenn ich nun etwas suche, egal ob App oder Dokument beziehungsweise Datei, dann nutze ich die Spotlight Suche.

Durchsuche am besten einfach mal dein Smartphone und überprüfe welche Apps wirklich in Gebrauch sind und welche nicht.

Es ist wie so oft im Minimalismus, es steckt mehr dahinter als einfach nur „Weniger ist mehr“ und aus diesem Grund möchte ich dir ein paar Beispiele nennen.

• Wenn du dein Smartphone entrümpelst, hast du am Ende mehr Speicherplatz für wichtige Dinge wie Fotos deiner Familie.

• Entrümpel deine Cloudspeicher. Vielleicht stellst du fest, dass du dein Konto herabstufen kannst, weil du weniger Speicherplatz benötigst. So kannst du Geld sparen.

Kleiderschrank entrümpeln? Na aber!

Hast du schonmal darüber nachgedacht deinen Kleiderschrank zu entrümpeln? Also ich war jahrelang fest der Überzeugung dies nicht zu machen. Wieso auch? Umso mehr Klamotten ich besitze, desto besser ist es doch.

Ein typischer Gedanke, welcher durch den Konsumwahn ausgelöst wurde: Umso mehr ich besitze, desto besser geht es mir. . . 👎🏻

Das erste mal bin ich zu dem Gedanken gekommen meinen Kleiderschrank zu entrümpeln und mein Kleidungsverhalten zu ändern, als ich über das Verhalten von Personen wie Steve Jobs oder Mark Zuckerberg in diesem Bereich erfahren habe.

Ich verstehe den Sinn hinter dem Verhalten, kann es aber selbst nicht so extrem umsetzen. Manchmal braucht man einfach ein Hemd oder etwas farbliche Abwechslung. Trotzdem habe ich aber mein Kleidungsstil angepasst, sodass ich mittlerweile kaum noch Zeit damit verbringe, nach den passenden Kleidungsstücken zu suchen.


Wir Menschen sind auch gut darin Sachen zu behalten, falls sich mal etwas ändert. Kleidungsstücke, welche dir mal gepasst haben, könnten dir doch wieder passen. Du musst halt nur etwas abnehmen. Und das hast du ja eh schon vor.

Also wenn es nach mir geht, höre ich da ein irgendwann in dem Satz. So zwischen den Wörtern. Und soll ich dir sagen was ein anderes Wort für irgendwann ist, welches in solch einer Situation besser passt?

Niemals.

Klingt hart, ist aber so. Die meisten, wenn nicht sogar alle, Dinge die wir auf „irgendwann“ terminieren, werden wir niemals machen. Aus diesem Grund, sei ehrlich. Wenn du es „irgendwann“ machst lass es direkt sein und streiche es.


Nimm dir am besten an einem freien Tag nichts vor und beschäftige dich an diesem Tag mit der Entrümpelung deines Kleiderschranks.

Du räumst am besten alles aus deinem Schrank heraus. Dann nimmst du jedes Teil einzeln und entscheidest ob du es wirklich brauchst und ob es relativ neutral ist, sodass du es mit vielen Dingen tragen kannst. Du sollst damit der Situation vorbeugen, morgens vor dem Schrank zu stehen und nichts passendes zum anziehen zu finden.

Wenn du fertig bist kannst du mit den verbleibenden Klamotten, die nicht in deinen Schrank zurückgekommen sind genau zwei sinnvolle Sachen machen.

  1. Du spendest alle Sachen einem wohltätigem Verband in deiner Stadt beziehungsweise deiner Umgebung und tust so etwas gutes für dein Karma-Konto und bedürftige Menschen.
  2. Du fotografierst alle Teile und verkaufst diese online über diverse Portale. Somit kannst du sogar noch Geld mit allen nicht mehr benötigten Dingen machen.

Wie kannst du in Zukunft entrümpeln?

Wir haben nun eine Menge zum Thema Entrümpelung gelernt. Die Frage ist natürlich wie du in Zukunft effizient entrümpeln kannst ohne so einen Aufwand zu betreiben.

Es ist letztlich sehr einfach. Du musst für dich den Sinn hinter dem ganzen entdecken.

Wieso möchtest du entrümpeln?

Wenn du noch keine Antwort darauf hast, solltest du entweder weiter darüber nachdenken oder es lassen. Falls du jedoch eine Antwort hast, rufe dir diese regelmäßig in den Kopf. Sorge dafür, dass dir die Antwort nicht mehr aus dem Kopf geht. Sie muss zu einem Willen werden. Ein Wille der sich so tief in dir verankert das du irgendwann automatisch dein Denken anpasst und sich somit dein Mindset optimiert.

Ab diesem Moment kannst davon ausgehen, dass du auch in Zukunft ohne Schwierigkeiten und ganz automatisch dafür sorgen wirst eine ordentliche und strukturierte Umgebung zu haben. So, dass du nicht mehr unbedingt in die Situation kommst Entrümpeln zu müssen.

Starte am besten einfach in dem du dir einen Ort vor nimmst und diesen Entrümpelst. Entweder schon direkt mit der Überzeugung oder ohne. Nach der Entrümpelung sollte es dazu kommen, dass du einen Funken von Überzeugung entflammst.

PS: Hast du bereits Erfahrungen mit der Entrümpelung gemacht? Wie stehst du zu dem Thema? Findest du es Sinnvoll oder stempelst du es als absoluten Schwachsinn ab?

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