Der Begriff des Coachings wird immer populärer und beliebter, Grund genug sich etwas mehr mit den Hintergründen zu beschäftigen und zu schauen was es zu beachten gibt.

Coachings sind nicht Quick & Dirty

Manche Leute haben sicherlich folgendes Szenario im Kopf wenn es um Coachings geht:

Du hast ein Problem. Du suchst im Internet, kannst aber keine Lösung finden. Was du jedoch findest ist ein Coach, welcher dir verspricht dir bei deinem Problem. Zu helfen.

Er bietet Skype-Coachings an. Perfekt! Also schnell den Termin buchen.

Das Skype-Coaching beginnt und du stellst immer wieder deine Frage die dir auf den Lippen brennt. Du gehst nicht auf die Fragen des Coaches ein. Du willst doch schließlich nur die Antwort auf deine Frage. Er hat dir doch in seinem Marketingaufruf versprochen, dass er deine Frage beantworten kann.

Ich stoppe hier um dir das Szenario zu erklären. Der Coach hat sich die Zeit genommen und angefangen fragen zu stellen. Teilweise auch Fragen die eher an Small-Talk erinnern.

Wieso?

Damit das Eis zwischen Coach und Coachee gebrochen wird. Damit man eine. Basis des Vertrauens schafft und das Gespräch auf einer anderen Ebene stattfinden kann. Einer Ebene auf der man gerne auch das Herz sprechen lässt.

Wieso ist das so wichtig, wenn ich doch nur eine Antwort auf meine Frage haben will?

Ein ordentliches Coaching geht weit über den Prozess genormter Fragen und Antworten. Da die Situation zumeist eher kühl zu Beginn startet, weil der Coachee aus seiner Komfortzone kommt und in die Komfortzone des Coaches eintritt, werden entsprechende Maßnahmen benötigt um das Eis zu brechen.

Small Talk, ein paar persönliche Details des Coaches können dort bereits einen ersten Schritt in die richtige Richtung bedeuten.

Da ein Coaching meist intensiver wird und werden sollte als lediglich eine Sitzung ist es wichtig das Eis früh zu brechen um kosteneffizient für beide Seiten zu arbeiten.

Reflexion ist ein wichtiger Grundstein eines Coachings

Reflexion bedeutet in diesem Fall bereits, dass der Coachee sich im klaren über seine aktuelle Situation ist oder sich schnell darüber klar werden kann wenn der Coach danach fragt.

Um am Standpunkt des Coachees etwas zu ändern und den Coachingprozess erfolgreich anzustoßen ist es wichtig, dass der Coachee weiß wo er steht und wohin er möchte.

Eine reelle Einschätzung des Coachees ist von Nöten.

Besonders wichtig ist die Reflexion ins Coachings, weil der ganze Prozess kein Zuckerschlecken ist. Manchmal muss der Coachee viel einstecken wenn ihm klar wird wieso er heute steht wo er steht. Es mag hart und unmoralisch klingen und doch ist eine Aufgabe des Coaches auch dafür zu sorgen, dass der Coachee seine schwachen Seiten zeigt damit der Coach dort genau den Finger in die Wunde legen kann.

Umso erfahrener und begabter der Coach dabei vorgeht, desto klarer werden dem Coachee danach die Missstände. Beachtet werden sollte hierbei allerdings, dass der Coach niemals eine urteilende Rolle einnimmt. Er gibt weder ein Urteil noch eine Position ab.

Der größte Unterschied eines guten Coachings im vergleich zu einem schlechten ist folgendes:

Bei einem guten Coaching hört der Coach zu und stellt sehr viele Fragen. Bei einem schlechten Coaching hat der Coach den Hauptanteil am sprechen

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass der Coach mit den richtigen Fragen den Ansatz verfolgt den Coachee durch die eigenen Antworten zu einer Lösung zu führen. Um dort entsprechend ehrliche Antworten zu bekommen die manchmal auch aus der Komfortzone des Coachees leiten können ist es unabdingbar eine persönliche Atmosphäre zu schaffen.

Ein erfolgreiches Coaching ist also eine Phase der Selbstfindung die oftmals auch schwer und schmerzhaft für den Coachee sein kann, weil dieser sich hin und wieder aus seiner Komfortzone begeben muss

Emotionen sind gut und ein Zeichen für Wandel

Wie bereits oben erwähnt kann ein Coaching schmerzhaft und emotional für den Coachee werden. Genauso wie ein Therapeut fragen stellt um den Patienten aus der Komfortzone zu holen und über seine Ängste und Sorgen zu sprechen, tut ein Coach genau das gleiche.

Ein gutes Coaching führt dazu, dass der Coachee Einsichten bekommt. Einsichten für seine Frage und Fragen an die er so selbst noch nicht gedacht hat. Die Emotionen helfen dabei zu diesen Lösungen zu kommen und diese dann mit der nötigen Leidenschafft und Überzeugung anzugehen um sie umzusetzen.

Da der Coach jedoch nicht wie ein Diktator mit den Gefühlen, Ängsten und Sorgen des Coachees jongliert und spielt ist ein erfolgreiches und tiefgreifendes Coaching oftmals für beide Seiten emotional, auch wenn der Coach dies aufgrund der Professionalität nicht verlauten lässt. Aber so sorgen solche Coachings natürlich auch beim Coach dafür, dass er lernt und über sich hinauswachsen kann.

Einsicht ist die wichtigste Erkenntnis in Coachings

Wenn der Coachee durch die richtigen Fragen emotional aufgerüttelt wurde und die richtigen Antworten für sich entdeckt hat kommt ein letzter wichtiger Schritt.

Die Einsicht.

Der Coachee muss verstehen, dass die Antwort die er für sich gefunden hat die Lösung ist. Er muss einsehen, dass nicht der Coach im diese Lösung gegeben hat sondern lediglich die richtigen Fragen gestellt hat, sodass der Coachee von alleine auf die passende Lösung gekommen ist.

Sobald der Coachee einsieht, dass er mit Hilfe des Coaches auf die Lösung gekommen ist und er sie selbst genannt hat beginnt der Prozess der Einsicht.

Sobald die Einsicht startet, kann der letzte Prozess in Coachings starten. Die Veränderung. Denn nur wenn der Coachee einsieht und entsprechend emotional an das angesprochene Thema gebunden ist wird die Veränderung eintreten.

Eine gute Möglichkeit um Einsicht im Coachee zu erzeugen und ebenso ehrliche und emotionale Antworten auf Fragen zu erhalten ist die Entspannung oder Meditation.

Wenn der Coach darum bittet die Augen zu schließen und sich zu entspannen. Die Frage abzuwarten und diese Frage dann ruhen und gedeihen zu lassen.

Wenn nun eine Frage kommt wie: “Wovor haben sie aktuell am meisten Angst?“ bekommt man mit dieser Anwendung eine eindeutigere Antwort die mit Emotionen, Sorgen und Angst behaftet ist. Doch genau das ist einer der Punkte an dem der Coach ansetzen muss um den Coachee in die richtige Richtung zu lenken.

Oft haben wir tief in uns verankerte Glaubenssätze die uns davon abhalten Erfolgreich zu werden.

„Vielleicht setzen wir Erfolg mit dem Verlust der Gesundheit oder Familie gleich.“

Das heißt es zu identifizieren und anzugehen um dem Coachee klar zu machen, dass dieser langfristig seine Glaubenssätze ändern sollte.

Coachings geben dir keine Werkzeuge in die Hand

Ein Coaching baut nicht darauf auf, dass du vorgefertigte Lösungen und Antworten von deinem Coach erhältst.

Die Werkzeuge, die der Coach hat, sind Fragen. Fragen die an die Situation angepasst werden um den Coachee auf den richtigen Weg zu führen.

Werkzeuge gelten in diesem Bereich als Ratschläge, Antworten und Lösungen. Natürlich gibt es in unserer digitalen Welt eine ungeheure Anzahl an Apps und Programmen die man für diverse Anwendungsbereiche nutzen kann. In diesem Sektor kann der Coach natürlich aus seiner Erfahrung schöpfen und Vorschläge geben nachdem er wiederum die richtigen Fragen gestellt hat und somit eine Eindeutige Vorstellung vom Coachee erhalten hat.

Somit ist der „Heilige Werkzeugkasten“ eines Coaches eine Mischung aus den richtigen Fragen die eine Grundlage für den sozialen Aspekt bilden und Fragen die tiefer in die Marktnische des Coaches eingehen. Schlussendlich sind dann noch die gemachten Erfahrungen des Coaches mit passenden Tools von großer Bedeutung.

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