Durch den technischen Fortschritt werden uns eine ganze Reihe an Möglichkeiten geboten um effektiver und effizienter zu arbeiten.

Allen voran kannst du dein Büro digitalisieren und somit nicht nur kosten, sondern auch Stress vermindern.

Was ist ein digitales Büro

Ein digitales Büro ist der Begriff für einen Arbeitsplatz der vollständig oder zu großen Teilen digital und somit ohne viel Ballast und vor allem ortsunabhängig geführt werden kann.

Für gewöhnlich kann dein digitales Büro in jede Tasche und jeden Rucksack gepackt werden und ist somit der entscheidende Faktor um ein ungebundenes und freies Lifestyle Business aufzubauen.

Es gibt bestimmte Punkte die du für dein digitales Büro benötigst. Diese Stelle ich dir in folgenden vor und habe noch eine Frage.

Wie wäre es, all deine Dokumente in der Hosentasche mit dir herumführen zu können?

Das papierlose Büro

Durch das papierlose Büro verzichtest du darauf deine Unterlagen in Papierform zu behalten und digitalisierst diese in regelmäßigen Abständen um deine Unterlagen jederzeit parat zu haben.

Was heißt papierlos?

Papierlos bedeutet in diesem Kontext, dass du auf alle papierbasierten Unterlagen verzichtest und diese in digitalisierter Form in einem passendem Programm aufbewahrst.

In meinem Fall wäre dies Evernote

Natürlich gibt es viele Menschen die glücklich sind mit ihrem Arbeitsplatz und auch nicht verstehen, wieso sie alle ihre Unterlagen jetzt digitalisieren sollten.

Immer wenn ein Dokument benötigst wird wurde eine erfolgreiche Suche durchgeführt und das Dokument aus dem passenden Aktenschrank und Aktenordner genommen.

Das papierlose Büro ändert diese Situation und verkürzt den Prozess, sodass sich der neue Workflow in folgenden Satz zusammenfassen lässt:

Du suchst nicht mehr, du findest!

Und das ohne deinen Arbeitsplatz zu verlassen.

Sicherlich kommt als nächstes folgende Frage:

Welche Tools sind für ein papierloses Büro von Nöten?

Ein Scanner

Ein Scanner ist das Herzstück eines papierlosen und digitalen Büros. Natürlich musst du hierfür keinen großen Drucker als Gerät mit dir herumtragen. Alle guten Smartphones und Tablets haben mittlerweile Kameras die ausreichend sind um hochqualitative Scans zu machen.

Du benötigst dafür nur eine App, welche das Dokument fotografiert, die Linien anpasst und im PDF Format ausgibt.

Klingt wesentlich komplizierter als es ist. Je nach Betriebssystem gibt es eine unfassbar riesige Anzahl an Apps zum scannen.

Für iOS kann ich dir 3 Varianten ans Herz legen mit denen ich auch scanne um immer wieder die Entwicklungen der Apps verfolgen zu können.

  1. ScanBot. ScanBot bietet dir eine Handvoll Optionen zum scannen deiner Dokumente. Verschiedene Qualitätsstufen, Farb- oder Graustufenscan, sowie eine OCR Erkennung. (OCR bedeutet, dass der Text deines gescannten Dokumentes von der Software ausgelesen wird und somit die Möglichkeit besteht Textpassagen zu kopieren.) Leider besteht die OCR Erkennung nur solange das Dokument innerhalb des App-eigenen Dokumentenmanagers besteht. Beim Export in eine andere Software wird die OCR Erkennung wieder entfernt.
  2. Scannable. Die von Evernote zur Verfügung gestellte Scannerapp funktioniert super schnell und minimalistisch. Nach dem Scan, der automatisch in der besten Qualität ausgeführt wird, besteht die Möglichkeit zu Evernote zu exportieren oder über das „Teilen“ Menü ein anderes Programm auszuwählen. Eine OCR Erkennung wird hierbei automatisch ausgeführt und somit auch beim Export übernommen.
  3. Apple Notizen Seit iOS 11 hat Apple seiner Notizapp eine Scanner-Funktion geschenkt. Damit kannst du Dokumente schnell, einfach und qualitativ hochwertig scannen und entweder in der Apple Notizen App aufbewahren oder in eine externe App exportieren. Der Vorteil an diesem Workflow ist die direkte Integrierung des Systems, wodurch nach dem Scannen annotiert werden kann. Eine OCR Erkennung ist hierbei nicht gegeben.

Das richtige DMS (Dokumentenmanagementsystem)

Nach dem Scannen deiner Dokumente ist es wichtig, das richtige Programm zu haben in dem du deine Dokumente aufbewahren und weiterverarbeiten kannst.

Ein sogenanntes DMS (Dokumentenmanagementsystem) sollte folgende Eigenschaften bieten um in die engere Auswahl zu kommen.

  • Leichte Zugänglichkeit (Gewährleistet durch Apps für verschiedene Betriebssysteme und/oder Webversionen um von jedem Gerät ohne Probleme schnell auf die eigenen Daten zugreifen zu können.
  • Gute Suchfunktion (Gerade bei der wachsenden Anzahl an Dokumenten im papierlosen Büro wird es immer wichtiger die gewünschten Dateien schnell zu finden. Hierfür wird eine gute und genaue Suchfunktion benötigt.)
  • Leichte Bedienbarkeit (Die Nutzung des Programmes sollte schnell und einfach von der Hand gehen und nicht erst in umfangreichen Tutorials erlernt werden.)

In diesem Bereich gibt es eine Menge Apps, wobei ich gerne auf folgendes Hinweise:

Such dir ein Programm, welches dir optisch und in der Usability zusagt.

Ich habe für dich eine erlesene Auswahl an Apps die dir als DMS dienen können. Entweder nutze ich diese Apps selbst oder habe mehr als gute Ergebnisse bei bekannten und Freunden gesehen.

  1. iCloud Drive. Durch die perfekte Integrierung im Apple System ist iCloud Drive absolut empfehlenswert. Darüberhinaus kann man gleichzeitig Geld sparen, wenn du aufgrund von Fotos und Mails eventuell schon deinen Kontospeicher vergrößern musstest. Für gute 2 TB Speicher zahlst du hier bei Apple gerade mal 9,99 € pro Monat. Damit kriegst du im Vergleich zu anderen bekannten Anbietern für den gleichen Preis, doppelt soviel Speicher + die perfekte Harmonie die man von Apple internen Abläufen bereits kennt.
  2. fileee. fileee ist eine sehr umfangreiche App die deine Dokumente nach dem Scannen analysiert und somit Absenderadressen, Dokumententyp usw ausliest um dein Dokument nach diesen Kriterien zu archivieren. gleichzeitig kannst du dadurch direkten Kontakt zum Absenderaufnehmen und den entsprechenden Verlauf innerhalb von fileee sehen. Neben der fabelhaften App bietet fileee noch mehr. Es gibt einen Scanaufsatz und eine fileeebox in der du alle deine Dokumente archivieren kannst, wenn du sie nach dem scannen nicht vernichten willst, kannst oder darfst. Für das kostengünstige digitale Büro bietet dir fileee ob mit oder ohne die Software einen tollen Einstieg mit dem Scanaufsatz zum scannen.

Mehr Apps die auch als DMS verwendet werden können stelle ich dir im folgenden Absatz vor.

Ein digitales Notizbuch 📓

Ein digitales Notizbuch ist mit eines der Herzstücke des digitalen Büros. Du hast genau zwei Möglichkeiten eines zu führen und effizient in deinen Workflow zu integrieren.

  1. Du nutzt hauptsächlich ein gewöhnliches, papierbasiertes Notizbuch wie ich und scannst dann benötigte Seiten, Notizen oder Blueprints ein und hinterlegst sie in deinem digitalen Notizbuch.
  2. Du nutzt ausschließlich ein digitales Notizbuch und erstellst mit Hilfe von Gadgets alles auf deinen Geräten ohne ein papierbasiertes Notizbuch mit dir zu führen.

Es gibt bei beiden Möglichkeiten keine bessere oder schlechtere Auswahl. Die Anwendung liegt im Auge des Anwenders. Wenn es dir leicht von der Hand geht auf einem Tablet oder Smartphone auch handschriftliche Notizen anzufertigen ist dies sicherlich die bessere Option für dich. letztlich solltest du dir beides anschauen und nach entsprechenden Tests entscheiden welche Option für dich in Frage kommt.

Bei mir sieht es wie folgt aus. Ich nutze ein papierbasiertes Notizbuch um meine Gedanken, Ideen und Blueprints schnell aus dem Kopf zu bekommen. Die fehlende Notwendigkeit von Strom, Internet und Usability des Programms ist dabei ein ziemlicher Segen.

Bei Bedarf scanne ich dann die benötigten Seiten ein und hinterlege sie in meinem digitalen Notizbuch.

Gleichzeitig nutze ich mein digitales Notizbuch für alle digitalen Abläufe oder das clippen von Webartikeln und Fotos. Hauptsächlich ist mein digitales Notizbuch somit auch gleichzeitig mein Archiv.

Um dir passende Apps vorzustellen greife ich in meine Toolbox und zeige dir die besten Tools die ich nach Jahren des Testens und Nutzens ausfindig gemacht habe.

  • OneNote ist für jeden der mit Microsoft Apps arbeitet und auch mit der Optik und Usability von Microsoft klarkommt ein Segen. Die Möglichkeiten von OneNote sind phänomenal. Du kannst es als DMS nutzen und all deine Dokumente nach dem Scannen direkt in OneNote importieren, annotieren und archivieren. Gleichzeitig kannst du eine Struktur wie in einem Notizbuch erstellen mit Notizbuch -> Bestimmter Bereich des Notizbuchs -> Die Seiten. Als absoluter Fan von Apple bin ich bisher auch nach zig Tests und versuchen nicht warm geworden mit OneNote und stattdessen bei der Konkurrenz gelandet.
  • GoodNotes ist für das handschriftliche Notizbuch der perfekte Begleiter im digitalen Büro. Die Handschrifterkennung von GoodNotes ist extrem gut und mit dem Apple Pencil beispielsweise und der richtigen Displayfolie genauso wie auch papier zu schreiben.
  • Evernote ist für mich der absolute Platzhirsch. Seit Jahren bin ich zufrieden mit der Nutzung von Evernote und habe dadurch bereits ein Buch über den perfekten Einstieg mit Evernote bei Amazon veröffentlicht. (Evernote 101 – Start Smart) Darüberhinaus bietet dir Evernote vom Scanningprozess bin hin zur Archivierung und Nutzung als DMS bin hin zum Notizbuch alles was das Herz begehrt. Du kannst deine Notizen und Dokumente in Notizbüchern strukturieren und mit Schlagwörtern ebenfalls noch weiter verfeinert strukturieren.

Evernote bietet dir sogar die Möglichkeit einen Taskmanager zu bauen. Du kannst es simpel, wie in meinem Buch beschrieben, oder umfangreicher und automatisiert umsetzen wenn du ein zusätzliches Tool wie Filterize hinzunimmst.

Ein Aufgabenmanager

Wenn du einen Anruf annimmst und sich daraus eine Aufgabe entwickelt. Wo notierst du diese?

Auf einem kleinen gelben Post-It?

Auf einer Liste wo du alle Dinge untereinander schreibst?

Oder hast du einen Taskmanager (dt. Aufgabenmanager) in dem du alle anfallenden Aufgaben notierst?

Um effizient und produktiv zu arbeiten, keine Dinge zu vergessen und immer einen perfekten Überblick zu haben ist es ein Muss einen passenden Taskmanager zu nutzen.

Wie bereits bei allen anderen Tools bisher beschrieben, solltest du auch hier darauf achten wie die App auf dich wirkt in Bezug auf Design und Usability.

Das mag lächerlich klingen. Wir Menschen sind jedoch leicht durch Umstände wie Design und Usability zu beeinflussen.

Der vermutlich beliebteste Taskmanager ist, neben dem papierbasierten Notizbuch, Todoist. Die Spagat zwischen schlicht und komplex ist bisher kaum einer anderen Software so gut gelungen.

Außerdem kannst du durch eine schlichte Weboberfläche von jedem Gerät deiner Wahl auf deine Aufgaben zugreifen.

Durch ein eingebautes Karma-System, welches sich fühlt oder leert für abgeschlossene oder vergessene Aufgaben, ist noch ein psychologischer Trick im Hintergrund der dich spielerisch auf das erledigen deiner Aufgaben stolz macht und dagegen angeht zu stagnieren um dann wieder Karma-Punkte zu verlieren.

Für eine größere Auswahl an Alternativen zu Todoist schau dir diesen Artikel von mir an.

Ich nutze wie oben bereits beschrieben aktuell Evernote für meine Aufgaben, indem ich mir mit Hilfe von Filterize einen vollständigen Taskmanager gebaut habe.

Wie setze ich das papierlose Büro um?

Du solltest dir einen klaren und fest strukturierten Prozess für das papierlose Büro zurechtlegen.

Für den Start solltest du 6 Schritte befolgen. Nachdem erfolgreichen Abschluss dieser 6 Schritte solltest du dir die Schritte 4-6 regelmäßig vornehmen.

Schritt 1: Sammle alle zu digitalisierenden Unterlagen

Für den Start solltest du alle Unterlagen zusammen suchen und auf zwei Haufen aufstapeln. Der erste sind die Unterlagen die du behalten und digitalisieren willst.

Auf dem zweiten Stapel sind alle Unterlagen die du nicht mehr benötigst, bei denen keine Aufbewahrungsfrist vorhanden ist und die du somit entrümpeln kannst.

Wenn du nun nur noch einen Stapel übrig hast wird es Zeit alles weitere vorzubereiten.

Schritt 2: Schaffe eine Struktur in deinem DMS

Nimm dir dein DMS vor, welches du dir vorher ausgesucht hast oder bereits nutzt. Du solltest nun eine Struktur schaffen die entweder so aufgebaut ist, dass du deine Unterlagen schnell wieder finden kannst durch den Einsatz von Schlagwörtern oder einer speziellen Benennung.

Du kannst hierbei auch die Struktur deines bisherigen Büros nachbauen in Form von Aktenschränken zu folgenden Themen… dann die Aktenordner mit den Themen A-D usw… Das liegt völlig in deiner Hand.

Beachte bei diesem Schritt noch eines: Wenn du in deinem bisherigen Büro eine feste Struktur hattest war es kaum möglich oder sehr zeitintensiv diese Struktur zu ändern. Durch den wechseln auf das digitale Büro hast du nun die Möglichkeit deine Struktur grundlegend neu aufzubauen wenn du das möchtest.

Schritt 3: Lege einen festen, regelmäßigen Termin fest

Deine bereits vorhandenen Dokumente zu digitalisieren ist der erste Schritt. Allerdings wirst du ja regelmäßig neue Unterlagen bekommen.

Um deinen Alltag damit nicht völlig zu zerstören und deine Produktivität darunter leiden zu lassen nimmst du dir einen festen Termin vor. Ob dies einmal täglich, wöchentlich oder monatlich ist liegt ganz bei dir und dem zeitlichen Rahmen den du dafür aufbringen kannst und willst.

Bewährt hat sich hierbei immer die wöchentliche Setzung dieses Termins. Innerhalb der Woche sammeln sich genug Dokumente ab um mit einmal effizient alles abzuarbeiten. Gleichzeitig wird sich im gegensatz zu einem monatlichen Termins der Arbeitsaufwand vergleichsweise gering gehalten.

Die folgenden Schritte werden nun regelmäßig von dir wiederholt um einen stabilen und laufenden Prozess zu erstellen.

Schritt 4: Scanne die Dokumente

Der erste sich wiederholende Schritt ist, dass du deine Ablage mit den gesammelten Dokumenten nimmst und alle Dokumente der Reihe nach einscannst. Die Dokumente sollten dabei nach dem Scan direkt in deiner digitalen Inbox landen. (Ganz nach dem Gesetz von Getting Things Done)

Du hast somit einen kurzen und sehr effizienten Prozess den du durchweg erledigen kannst ohne weitere Unterbrechung.

Schritt 5: Vernichten aller nicht aufbewahrungspflichtigen Dokumente

Alle gescannten Dokumente sollten nun vernichtet werden um keinen Platz mehr auf deinem Arbeitsplatz und in deinem Kopf zu verschwenden und dir somit mehr Kapazitäten für wichtigere Dinge zu schaffen.

Beachte hierbei bitte unbedingt die Aufbewahrungsfristen einzelner Dokumente. Als Unternehmer hast du in diesem Fall spezielle Vorschriften und darfst viele Dokumente erst nach Jahren der Aufbewahrung vernichten.

Schritt 6: Organisiere die Dokumente gemäß deiner Struktur ein

Im letzten Schritt setzt du dich an deine digitale Inbox und sortierst deine gescannten Dokumenten nun in dein DMS ein um nachfolgend eine freie Inbox zu haben.

Wichtig ist hier noch folgendes:

Deine digitale Inbox ist für alles was du über die Woche erhältst, sammelst und verwenden möchtest. Gewöhne dir an deine Inbox ebenso einmal die Woche zu leeren und die Dateien entweder zu löschen, zu archivieren oder weiter zu verarbeiten.

Der Sinn dahinter ist, dass du somit völlig frei von jeglichem Ballast in die neue Woche starten kannst.

Das mobile Büro

Das digitale Büro gibt uns auch die Option des mobilen Arbeitens. Viele arbeiten benötigen keinen festen Schreibtisch mehr und können von jedem Ort der Welt erledigt werden.

Ich zeige dir im folgenden was du dafür benötigst.

Die richtigen Geräte

Um das digitale und mobile Büro umzusetzen werden, wie ich dir bereits am Anfang erzählt habe, nicht viele Dinge benötigt.

Ganz klar sind natürlich 2-3 Geräte die je nach Gewohnheit und Umfang deiner Arbeit variieren.

Ein Smartphone ist natürlich der wichtigste Punkt hierbei. Neben dem telefonieren kannst du hiermit deine Dokumente scannen, archivieren und finden zur Weiterverarbeitung. Mit den richtigen Apps hast du also mit deinem Smartphone bereits alles nötige in der Hand um dein digitales Büro immer dabei zu haben. Dabei ist lediglich die größe der entscheidende Faktor.

Aus diesem Grund ist ein weiteres wichtiges Gerät ein Tablet. In meinem Fall ein iPad Pro. Durch die Entwicklung der letzten Jahre hast du in vielen Bereichen die Auswahl auf einem Laptop oder Tablet zu arbeiten.

Die wichtigsten Aufgaben können beide super erledigen wobei ich persönlich die Erfahrung gemacht habe, dass du mit einem Tablet den besseren Fokus hast und mobiler bist. Durch den Einsatz einer Sim-Karte bist du anders als bei einem Laptop nicht an HotSpots gezwungen um arbeiten zu können.

Somit ist das Tablet eine vergrößerte Version deines Smartphones, welches dir mit der Ergänzung folgender Tools alles bieten kann.

Einen Pencil/Stylus

Um ein digitales Büro mit einem passenden digitalen Notizbuch führen zu können brauchst du natürlich einen Stift. Verträge, Dokumente und andere Unterlagen ausfüllen und/oder unterschreiben geht natürlich auch mit dem Finger, ist aber auf lange Sicht gesehen nicht das wahre.

Die Auswahl an passenden Stylus für dein digitales Büro ist unfassbar riesig. Ich habe die Erfahrung mit 3 verschiedenen Stiften gemacht die sich preislich stark unterscheiden.

  1. Der Apple Pencil ist mit über 100€ ganz klar extrem Teuer in der Anschaffung. Die Möglichkeiten, Die Haptik und Usability des Apple Pencils mit dem iPad Pro zusammen sind jedoch enorm. Auch die Features die du ausschließlich mit dem Apple Pencil anwenden kannst. (Durch den Tipp auf das ausgeschaltete Display öffnet sich direkt eine neue Notiz in Apple Notizen um sofort mit dem Schreiben zu beginnen.)
  2. Der Adonit Pixel. Mit knapp 70 € weitaus günstiger als der Apple Pencil. Die Haptik und Usability ist meiner Einschätzung nach ähnlich wie beim Apple Pencil. Die Handschrifterkennung und Handballenerkennung funktioniert leider nur in gewissen Apps, was den Adonit Pixel somit ganz klar unter dem Apple Pencil positioniert. Der entscheidenste Vorteil zum Apple Pencil ist jedoch der Einsatz auf allen Geräten. Der Adonit Pixel benötigt nur genug Akkuladung um eingesetzt zu werden. Dabei ist es egal ob es sich um ein iPad Air, iPad 1 oder um ein iPhone handelt. Der Stift funktioniert. Das macht den Adonit Pixel sehr interessant für alle die bisher kein iPad Pro haben oder nutzen wollen.
  3. Der dritte Stift ist der Wacom Bamboo CS-100. Immer Einsatzbereit, weil keine Akkuladung benötigt wird. Mit knapp 20€ ist der Stylus nahezu ein No-Brainer um immer einen Ersatzstylus dabei zu haben. Die Haptik und Usability ist im vergleich zu den beiden oberen Modellen nicht wirklich gegeben. Man kann gut schreiben, hat jedoch keine Handballenerkennung. Für den gelegentlichen Einsatz eines Stylus würde ich diesen Stift den anderen mehr empfehlen. Wenn du allerdings öfters handschriftliche Notizen anfertigst, solltest du über die Anschaffung eines ordentlichen und professionellen Stylus nachdenken.

Genug Saft durch eine Powerbank

Durch das digitale Büro hast du keine Ortsbindung. Egal ob du am Strand, im Dschungel oder im Keller sitzt. Du kannst jederzeit arbeiten von egal welchem Ort.

Wenn du nicht aber zufällig in der Nähe einer Steckdose bist kann es helfen trotzdem an genug Saft für deine Geräte zu kommen. In diesem Fall ist eine Powerbank unverzichtbar. Eine gute Durchschnittliche größe einer Powerbank die dich locker durch einen intensiven Arbeitsalltag begleiten sollte liegt bei 10.000 mAh. Gute und zugleich günstige Akkus kriegst du in dieser Größenordnung für 10-20 € und hast sicherlich keinen Fehlkauf.

Meine Powerbank ist von Intenso und hat die besagt 10.000 mAh. Bisher wurde ich nie enttäuscht.

In dieser Größenordnung kann es aber problematisch werden auch einen Laptop zu laden. Wenn du jemand bist der neben seinem Smartphone auch einen Laptop oder ein Macbook nutzt würde ich dir eher eine Powerbank ab 20-30.000 mAh empfehlen um ohne Probleme durch den Tag zu kommen.

Das praktische bei vielen Powerbanks ist die Größe die im Schnitt ähnlich groß ist wie die iPhone Plus Modelle.

Effizienter schreiben mit einer Bluetooth Tastatur

Wenn du viel Zeit auf deinem iPad damit verbringst zu schreiben dann wird dir schnell auffallen, dass die Displaytastatur schön und durch iOS 11 auch noch viel cooler geworden ist.

Einen langen Text oder den Tag über Mails und Angebote schreiben?

Dabei wirst du nicht glücklich glaub mir. Du solltest also eine externe Bluetooth Tastatur kaufen um neben dem besseren Schreibgefühl auch noch Shortcuts wie am Mac nutzen zu können. Bei den meisten Bluetooth Tastaturen (außer dem Smart Keyboard von Apple) sind weitere Shortcut Tasten vorhanden. Damit lassen sich meistens Helligkeit, Lautstärke regeln. Ähnlich wie am Mac also. Zusätzlich werden bei manchen Tastaturen noch Knöpfe für Screenshots und Suchen angebracht.

Es gibt 3 Arten von Bluetooth Tastaturen von denen ich alle 3 empfehlen kann.

  1. Ein Tastatur-Case wie beim Apple Smart Keyboard. Du hast also eine Hülle die du aufklappst und dann in 2-3 verschiedenen Winkeln auf dem iPad schreiben kannst. Das ist die populärste Variante von Bluetooth Keyboards und beginnt bei etwa 20€ pro Modell. Die Unterschiede im Preis kommen durch mehrere Punkte zustande.
  • Die Qualität der Hülle und Tastatur lässt teilweise zu wünschen übrig und wirkt eher billig und qualitativ unterdurchschnittlich. Da muss man entweder direkt etwas hochpreisiges nehmen oder sich durchtesten.
  • Ganz besonders die Qualität der Tastatur kann stark schwanken, wodurch ein schwächeres Schreibgefühl entstehen kann oder die Tasten manchmal nicht richtig reagieren.
  1. Die zweite Variante sind die freien Bluetooth Tastaturen. Wie das Apple Magic Keyboard. Du hast also eine Tastatur die du über Bluetooth koppeln kannst. Das iPad muss also folglich eine eigene Hülle besitzen oder in einer Halterung bzw Dockingstation stehen.
  2. Die dritte Art ist mir erst vor kurzem aufgefallen und ist der Wahnsinn. Ein Bluetooth Case in welches du dein iPad einklickst oder es anders mit dem Gadget verbindest. Durch diesen Vorgang verwandelst du das iPad quasi in einen Laptop, denn der Öffnungsprozess und auch das erscheinungsbild ist dem eines Laptops sehr ähnlich.

Nun ist natürlich noch die Frage welche Geräte ich jeweils empfehlen kann.

  1. Ganz klar kann ich das Apple Smart Keyboard aufgrund der soliden Verarbeitung und Qualität empfehlen. Auch das Schreibgefühl ist phänomenal und ist so schwer bei anderen Tastaturen zu finden. Des weiteren hat Logitech mehrere Tastaturen für unterschiedliche iPad Größen im Angebot die alle mehr als empfehlenswert sind. Dabei ist vor allem der weitaus günstigere Preis im vergleich zum Apple Keyboard zu beachten.
  2. Bei dieser Variante kann ich genau 2 Tastaturen guten Gewissens empfehlen. Zum einen das Apple Magic Keyboard, welches mit über 100€ meist sehr Teuer ist aber dafür eine entsprechende Qualität aufweist. Zum anderen ist es die Logitech Keys-to-Go Tastatur. Ich habe diese Tastatur nun schon seit Jahren im Einsatz und schreibe auch diesen Artikel mit der Tastatur. Neben der kleinen größe der Tastatur (Ich habe mit 1,75m eher kleine Hände und bin total zufrieden mit der Tastatur.) ist auch das Gefühl sehr angenehm. Die Tastatur ist mit einem Stoff vollständig überzogen der Wasserfest ist um somit auch das Schreiben unterwegs problemlos zu gestalten, sowie Missgeschicke wie das umkippen eines Glases mit Wasser gekonnt weg zu lächeln. (Außer das iPad ist in Mitleidenschaft gezogen worden…)
  3. Bei der dritten Variante gibt es bisher eher wenige Anbieter. Für mein 10.5“ iPad Pro gab es genau einen Anbieter. Der andere war erst am publishen seiner Tastatur. Ich habe also, wie auf dem Foto zu sehen war, das Case von CooperCases genutzt und war von der Mechanik und dem Gefühl, das iPad in einen Laptop zu verwandeln, total fasziniert. Mein Case hat etwa 50€ gekostet und ist somit im Mittelklasse Preissegment. Die Tastatur hat sich für mich eher billig und minderwertig angefühlt. Zudem haben die Tasten nicht immer reagiert und manchmal auch doppelt. Das hat meinen Schreibfluss hin und wieder enorm gestört.

Das mittlerweile veröffentlichte zweite Case ist von Brydge. Mit einem Preis um 150€ ist das Case leider viel zu teuer um es mal zu testen. In den Demo-Videos sieht die Benutzung allerdings noch besser und angenehmer aus als beim Case von CooperCases. Schau dir bei interesse einfach beide Cases mal an und entscheide nach deinem Gefühl

Das richtige Headset für deine Atmosphäre

Im digitalen Büro kannst du manchmal in einem ruhigen Ort sein und arbeiten oder aber mitten in einem Szene Coffee Shop wo viel gesprochen, gelacht und Kaffee gemacht wird. Dabei kann es schonmal laut werden und die Aufmerksamkeit sowie Konzentration kann darunter leiden.

Dafür gibt es entsprechend die Option Kopfhörer zu nutzen um die Geräuschkulisse um dich herum auszuschalten und gleichzeitig durch Musik leichter in den Zustand des Flow zu kommen.

Die mitgelieferten Kopfhörer von Apple sind meiner Meinung nach eine gute Methode. Die Klangqualität ist gut und durch den Faktor des „Ich muss mir nicht noch was kaufen“ sind die Apple Standard Kopfhörer bei mir in der Liste ganz oben dabei.

Ich habe mittlerweile die Apple Airpods in Benutzung und kann eines sagen. Die Klangqualität finde ich genauso gut und toll wie bei den mitgelieferten. Der Luxus der Kabellosen Kopfhörer ist allerdings enorm. Du kannst dir die Airpods einfach in die Ohren stecken und sie verbinden sich automatisch. Solltest du Musik hören und einen Kopfhörer aus dem Ohr nehmen wird die Musik pausiert und automatisch wieder abgespielt sobald du den Kopfhörer wieder ins Ohr tust.

Darüber hinaus kannst du durch das klopfen auf einen der Airpods beispielsweise Siri aktivieren oder die Musik automatisch stoppen und wiedergeben.

Die Qualität des Mikrofons der Airpods ist enorm. Dafür das viele Hintergrundgeräusche vorhanden sind, vom Mikrofon zum Mund etwas Luft ist bleibt die Qualität stabil und auf einem verdammt guten Niveau.

Fazit

Du kannst mit einem mobilen und digitalen Büro auf alle deine Dokumente und arbeiten zugreifen ohne an einen Ort gebunden zu sein. Dabei hast du nahezu keine Belastung durch Gewicht.

Mit dem papierlosen und mobilen Arbeiten wird ortsunabhängiges Arbeiten und Leben endlich Realistisch. Mit dem richtigen Plan im Hintergrund und einem funktionierenden Business steht einem finanziell unabhängigen Leben nichts mehr im Weg.

Ich hoffe ich konnte dir eine gute Anleitung mitgeben wie du dein digitales Büro umsetzen kannst.

Ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg viel Erfolg.

Dein Fan, Merlin

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