Zeitmanagement Methoden gibt es unzählig viele. Wenn du dich schon eine Weile mit dem Thema beschäftigst bist du vermutlich ein Großmeister der Produktivität und immer am schnellsten und besten fertig mit deiner Arbeit.

Doch was kommt danach?

Durch dein produktives Wissen kannst du nun mehr Zeit für dich und die Dinge freischaufeln, die dir wichtig sind.

Aber bist du in dieser Zeit dann effizient? Kannst du die, dir neu zur Verfügung stehende, Zeit auch ordentlich nutzen oder ergibt sich durch den Zeitgewinn nicht wirklich Mehrwert?

Zeitmanagement ist kein Drill. Niemand kann und will hinter dir stehen und dich trietzen.

Wichtig ist, dass die Entscheidung und der Wille von dir kommt. Wenn du dich bereits dafür entschieden hast effizient zu arbeiten um diesen Teil deines Lebens produktiver zu gestalten und dein bestes Ich hervorzurufen.

Wieso dann nicht auch in deinem Privatleben?

Koche effizienter und spare Zeit und Nerven

Ich habe mal eine Kochausbildung angefangen.

Das liegt unter anderem daran, dass ich es liebe zu kochen und dachte dies wäre der richtige Schritt meine Leidenschaft in einem beruflichen Kontext einzubinden.

Tja, aus Fehlern lernt man, denn der typische Beruf des Kochs hat leider nicht viel mit dem Hobbykoch zu tun. Produktivität sucht man dort meistens vergebens.

Bis auf einen entscheidenden Faktor!

Und diesen möchte ich dir heute näher zeigen und erklären.

Hast du schonmal vom Begriff „Mis-en-place“ gehört oder gelesen? (Der Begriff wird eher „Mies-on-plaß“ ausgesprochen für alle die bisher nichts mit der französischen Sprache zu tun hatten).

Für gewöhnlich hast du ein Rezept und fängst an zu kochen. Währenddessen schnippelst du die Zutaten und führst viele Tätigkeiten gleichzeitig aus. Typisch Multitasking also.

Hier ist auch oft der Hase im Pfeffer versteckt, denn Überforderung und somit das nicht gelingen eines Rezeptes kommen häufig durch dieses Chaos.

Dem wollen wir nun entgegen wirken.

Nehmen wir dafür eines meiner Lieblingsgerichte als Beispiel:

Spaghetti Bolognese.

Wie du effizient kochst durch Mis-en-place

Bei der Spaghetti Bolognese brauchen wir folgende Zutaten.

  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Karotten
  • Hackfleisch
  • Nudeln
  • Tomatenmark
  • Ganze, geschälte Tomaten (aus der Dose)

Bevor du nun aber zum Herd rennst, das Nudelwasser aufsetzt und die Pfanne schonmal erhitzt nimmst du dir ein Brett und Messer.

Zuerst bereitest du alles vor. Du schneidest die Zwiebeln und den Knoblauch in feine Würfel.

Die Karotten in schöne dünne Schreiben und das Tomatenmark kann mit den Tomaten bereitgelegt werden.

Jetzt kannst du den Herd anmachen und das Nudelwasser kochen lassen.

Gleichzeitig erhitzt du die Pfanne um bei entsprechender Hitze die Zwiebeln mit dem Knoblauch anzuschwitzen. Als nächstes gibst du das Hackfleisch dazu und verrührst alles ordentlich.

Wenn das Hackfleisch noch einige Rohe stücken in der Pfanne aufweist solltest du Salzen, Pfeffer hinzugeben und das Tomatenmark in die Pfanne geben. Alles gemeinsam schwenken und weiter braten lassen, damit die Gewürze und das Tomatenmark Röstaromen bekommen.

Zum Schluss noch die Tomaten aus der Dose hinzugeben, zerkleinern und einkochen lassen. Zum Schluss noch abschmecken und dann die Nudeln. (Aus dem Nudelwasser ohne abzuschrecken bitte!) dazugeben.

Alles zusammen nochmal kurz durchschwenken und Voilá du hast fertige, stressfreie Spaghetti Bolognese.

Der Arbeitsplatz in der Küche

Wie auch im Büro oder auf der Arbeit. Der Arbeitsplatz ist entsprechend wichtig und sollte dementsprechend klar strukturiert und geordnet sein.

In Bezug auf Mis-en-Place habe ich meinen Arbeitsplatz in der Küche wie du im folgendem Bild sehen kannst eingerichtet.

Dabei ist ein Kasten für den Müll, der entsteht, also Abschnitte, Kerne etc.

Die restlichen drei Kästen sind für die Zutaten und vor allem wenn unterschiedliche Garstufen vorhanden sind und erreicht werden sollen.

Mit einem solch vorbereitetem Arbeitsplatz kann ich dann immer die gewünschten Zutaten nehmen und in den Topf oder die Pfanne geben ohne eventuell etwas zu vergessen oder in Stress zu verfallen.

Fazit

Effizient zu arbeiten ist gut!

Wieso aber nicht auch im Alltag effizient leben?

Das habe ich mich gefragt und angefangen mein Wissen aus den Bereichen der Produktivität in den Alltag zu tragen. In diesem Artikel habe ich dir gezeigt wie du effizient kochen kannst indem du eine bekannte französische Methode aus der Gastronomie anwendest.

Was hältst du davon? Hast du noch weitere Tipps für Zeitmanagement im Alltag? Schreib deine Meinung und Erfahrungen bitte in die Kommentare

Dein Fan, Merlin