Das iPad Pro hat mit iOS 11 einen riesigen Sprung gemacht um als perfekter Ersatz für deinen Laptop zu fungieren.

Ich war begeistert, mein iPad hat mich so glücklich gemacht, dass ich mein Macbook verkauft habe um die ultimative Mobilität durch den iPad-Only-Lifestyle zu haben.

Natürlich gab es Schwierigkeiten. Nicht alles funktionierte.

Wirklich viel fehlerhaftes ist mir jedoch nie aufgefallen. Ein großer Teil daran lag vermutlich auch an meiner Bindung zu mobilen Geräten. Mit meinem Macbook habe ich selten gearbeitet und einen PC hatte ich mal vor zig Jahren. Ich fing also hauptsächlich an meine Erfahrungen mit dem damalig erschienenem iPhone 4 zu machen. Ich führte dort eine Geschichte weiter die ich auf meinem alten PC angefangen hatte.

Bilder machte ich ebenfalls mit dem iPhone, bearbeitet habe ich sie auch dort.

Ok ich muss gestehen, damals hatte ich bei weitem nicht so ein Aufgabenfeld wie es heute der Fall ist. Ganz klar, ich habe die 12 Klasse besucht und habe damals noch nicht papierlos gelebt.

Und dennoch habe ich mich auf diesem Weg daran gewöhnt auf einem kleinem Display zu arbeiten. Mit den folgenden iPhone Modellen wurde es immer besser. Ich habe mehr erledigt und die iPhones boten immer mehr Features.

Bis dahin war jedoch noch lange nicht die Rede von einem iPad. Wie es dazu gekommen ist und das auch hier kein gerader Weg auf mich gewartet hat war zu vermuten.

Wie bin ich zum iPad gekommen?

Mein erstes iPad war das erste iPad Mini. Ich dachte, das normale iPad würde mich aufgrund der Größe erschlagen und daher habe ich mich für die kleine Variante entschieden.

Ich habe ein paar mals darauf gespielt. Ich habe Texte geschrieben und Videos geguckt. Aber das waren gut 5% meiner Nutzungszeit von elektronischen Geräten.

Anders gesagt, das iPad war nutzlos für mich und ich habe keinen Sinn erkannt.

Ich verkaufte es also mitsamt meines iPhone 6 und kaufte mir dann ein iPhone 6 Plus.

Auch hier hatte ich innerhalb kürzester Zeit Schwierigkeiten mit der Größe des Gerätes. So war ich vermutlich noch zu sehr an das iPhone 4 gewöhnt, welches mich einige Jahre begleitet hat.

Spulen wir nun ein paar Jahre in die Zukunft.

Wir schreiben das Jahr 2016 und ich habe mir durch einen Bekannten sein altes iPad Air 2 ergattert. Begeistert durch Tools wie Evernote hatte ich diesmal eine Grundlage, das iPad zu nutzen. Sofort erkannte ich die Stärke eines größeren Bildschirmes. Ich kaufte mir noch eine externe Tastatur dazu und fing an das Gerät öfters zu nutzen.

Gleichzeitig habe ich von den iPad-Only Geräte anderer Unternehmer und Blogger gelesen. Die Challenge nur mit einem iPad zu arbeiten und den PC oder das Macbook zu ignorieren klang für mich fantastisch.

Ich fing also an das iPad meinem iPhone vorzuziehen. Immer mehr Aufgaben erledigte ich auf dem iPad. Zeitgleich fing ich etwa 2 Monate nach dem Erwerb des iPads an mit dem Bloggen. Angestachelt durch die Artikel und Videos über das iPad Only Experiment versuchte ich mich ebenfalls daran.

Erstes Fazit dazu: Puh! Wenn du keine Ahnung vom Bloggen hast und dich einfach ins kalte Wasser stürzt. Kein Geld für teure Tools oder externe Designer und Experten hast, dann ist das schon eine ganz schöne Herausforderung. Ich habe also viel Zeit darin investiert zu lernen. Zu lernen und zu scheitern. Zu scheitern, wieder aufzustehen und wieder weiter zu machen.

Ich lernte also Wege mit einem iPad zu bloggen. Die Texte in WordPress zu bringen. Vor allem WordPress mit einem iPad zu konfigurieren und im Customizer an dem Theme zu basteln. Auch E-Mail-Marketing war möglich mit dem iPad.

Ich habe mich im Herbst 2017 dann endgültig dazu entschieden voll und ganz auf das iPad zu setzen. Ich habe mir das iPad Pro 10.5 gekauft. Nicht nur weil ich vom iPad-Only-Lifestsyle überzeugt war, sondern auch, weil ich ein Gerät mit mehr Leistung benötigte.

Mit dem iPad Pro 10.5 ging das Karussel dann richtig los. Zeitgleich kam iOS 11 raus und die Endorphine sprühten nur so aus mir raus. Ich dachte es geht nicht besser. Und dennoch kamen mit neuen Projekten plötzlich Probleme und Schwieirigkeiten auf. Das Schreiben eines eBooks ging zwar, aber der Formatierungsprozess war alles andere als angenehm.

Als absolut begeisterter Evernote Nutzer und Evernote Community Leader bin ich des öfteren auf Schwierigkeiten gestoßen wenn es um die mobile App ging.

In Bezug auf WordPress habe ich mein Theme auf Divi gewechselt. Ich konnte Seiten zwar bauen. Aber teilweise hat mich das wirklich viele Nerven gekostet. Gerade dann, wenn der Browser einfach durch eine fehlende Maus nicht richtig reagiert.

Nun hatte ich wenige Wochen vor diesem Artikel von einem Kollegen gehört, der von seinem iPad auf das Microsoft Surface gewechselt ist.

Ich suchte im Internet also nach möglichen Angeboten und wurde auch schnell fündig.

Nach kurzer Überlegung war es mir sofort klar. Ich konnte nicht wechseln. War ich doch ein absoluter Apple Nerd und kannte mich mit dem System perfekt aus. Ich verwarf den Gedanken also.

Wie kam ich dann zum Surface?

Ich ignorierte dieses Gefühl. Dieses Gefühl meine Meinung zu ändern. Ich fühlte mich doch so wohl mit meinem iPad. Ich hatte funktionierende Workflows und für alle Aufgaben die richtige App. Zudem hatte ich das Wissen, das es diese Apps nicht auf Windows gibt.

Es vergingen ein paar Tage.

Dann, ganz plötzlich, war es mir klar.

Bin ich nicht auch immer einer derjenigen die anderen Sagen, man solle die Komfortzone auch mal verlassen?

Wieso will ich mich dann auf biegen und brechen in der Komfortzone halten?

Mit dieser Klarheit entschied ich mich. Ich kontaktierte den Herren, der sein Surface gegen ein mein iPad tauschen wollte. Er suchte nach einem iPad mit LTE. Ich meine, was für ein Zufall ist das?

Wir trafen uns und tauschten die Geräte.

Ich war nun stolzer Besitzer eines Surface. Ich habe keine Ahnung von Windows und habe nur einen Strohhalm an den ich mich klammern kann in Bezug auf Apps. Nämlich Evernote.

Aber egal!

Nun, ein paar Tage später muss ich sagen, ich bin begeistert. Ich habe das Gefühl, dass dies die beste Entscheidung meines Lebens bisher war. Die gesteigerte Funktionalität und das Trackpad bzw die Möglichkeit einer Maus ist enorm. Zudem kann ich endlich auf ein voll funktionsfähiges Evernote zugreifen.

Vermisse ich das iPad?

Keineswegs. Ich spiele keine Spiele also habe ich bisher nichts vermisst. Alles was ich brauche habe ich. Sogar noch in Besser.

Ich bin sehr gespannt was noch auf mich zukommt.

Nun interessiert mich aber deine Story. Hast du bereits etwas ähnliches erlebt? Hast du dich auch schon aus deiner Komfortzone bewegt? Teil deine Story mit uns in den Kommentaren!

Dein Fan, Merlin

Quellenangabe des Artikelbildes: https://pixabay.com/photo-600649/