Unser Alltag wird immer komplexer. Aufgaben aufwändiger und komplizierter. Wenn du keine Struktur und Organisation in deinen Arbeitsablauf einbindest, wird das ganze schnell nach hinten losgehen.

Damit du jeden Tag mehr erreichen kannst als andere und strukturiert in den Alltag startest, stellen wir dir heute 5 Schritte vor mit denen du genau das erreichen kannst.

1. Optimiere dein Morgenritual und erschaffe dir ein Abendritual

Viele Ratgeber und noch mehr Gurus reden von ihren Morgenritualen und wie diese ihren Alltag positiv beeinflussen. Das ist vollkommen richtig. Aus diesem Grund geben auch wir dir den Rat ein Morgenritual zu pflegen, solltest du noch keines haben.

Bisher gibt es allerdings noch eher wenig zum Thema des Abendrituals. Dabei ist es doch genauso wichtig den Alltag positiv ausklingen zu lassen. Genauso schafft das Abendritual das perfekte Fundament für dein Morgenritual am nächsten morgen.

Tagesplanung am Vorabend

Für dein Abendritual solltest du dir vornehmen den nächsten Tag zu checken und zu planen. Achte bei der Planung des nächsten Tages allerdings darauf die 60/40 Regel einzuhalten.

Die 60/40 Regel besagt, dass du höchstens 60% deines Tages verplanen sollst um 40% für für spontane und unvorhersehbare Aufgaben zur Verfügung zu haben.

Zur Tagesplanung solltest du dir deinen Kalender holen und eine Liste. Auf die Liste notierst du nun alle Aufgaben. Im nächsten Schritt musst du deinen Kalender überprüfen, welche Termine stehen drin. Müssen alle Termine sein, oder kann etwas aufgrund von fehlender Priorität abgesagt werden.

Als nächstes nimmst du dir deine Liste zur Hand und überträgst deine Aufgaben in die freien Zeitblöcke deines Kalenders. Somit hast du für die Aufgaben eine Zeitspanne zur Erledigung geplant und die entsprechende Aufgabe gleichzeitig terminiert, wodurch sich eine gewisse Dringlichkeit bildet.

Zwischen den einzelnen Blöcken solltest du genügend Pufferzeiten einplanen um hin und wieder frische Luft zu schnappen, etwas zu trinken oder zu essen. Gleichzeitig solltest du größere Pausen wie die für das Mittagessen ebenfalls hinterlegen.

Daily Review für die persönliche Prozessoptimierung

Eine Daily Review, also ein Tagesrückblick hilft dir in mehreren Punkten.

  • Du kannst sehen was du heute alles geschafft hast.
  • Du siehst ob deine Tagesplanung funktioniert hat oder ob du zu viel/zu wenig geplant hast. Dies kannst du dann bei der nächsten Planung direkt anpassen.
  • Du siehst welche Dinge nicht gut gelaufen sind.
  • Wieso lief es nicht gut? Finde das Problem um es zu beheben.
  • Für was bist du dankbar heute? Notiere in diesem Fall drei Punkte für die du dankbar bist.
  • Frage dich auch was du morgen besser machen willst als heute.

Nehme dir immer wieder diese Fragen vor. Du kannst auch welche Ergänzen. Wichtig ist nur, durch die Beantwortung dieser Fragen, zu Erkenntnissen zu kommen. Erkenntnissen über deine Leistung und eventuelle Schwachstellen.

Oft fallen uns Schwierigkeiten oder fehlerhafte Prozesse auch erst auf, wenn wir mit etwas Abstand auf die Situation schauen. Du kannst auf diesem Weg also herausfinden ob es Schwachstellen in deiner täglichen Arbeit gibt, die sich optimieren lassen.

Sollte dies der Fall sein, ist es wichtig Optimierungsvorschläge zu notieren und die Umsetzung zu terminieren.

Schaffe die optimale Umgebung

Was glaubst du, wo kannst du besser und produktiver arbeiten?

Oder hier?

Du kannst mir in diesem Moment zwar nicht direkt antworten. Aber ich bin mir mehr als sicher, dass du lieber in der zweiten Umgebung arbeitest. So geht es uns doch allen. Diese Klarheit, Ordnung und Struktur.

Du hast keine unnötigen Sachen um dich, die dein Denken und deine Kreativität einschränken. Und genau darum geht es. Du brauchst die richtige Umgebung.

Natürlich kann es am Tag mal hoch hergehen. Wenn deine Umgebung am Tag mal in die Richtung von Situation 1 geht ist das ok. Du musst jedoch dafür sorgen, dass du deinen Arbeitsplatz verlässt, wie du ihn aufgefunden hast. Leer und äufgeräumt.

Nur wenn du mit einer solch klaren Umgebung deinen Tag beendest kann dein Unterbewusstsein abschalten und sich gemütlich auf den nächsten Tag vorbereiten. Es liegen keine unerledigten oder störenden Sachen mehr an oder rum.

Das tolle dabei ist, dass du direkt morgens starten kannst ohne dich darum zu kümmern deinen Platz vorzubereiten.

Gehen wir aber noch einen kleinen Schritt weiter um den nächsten Tag optimal verlaufen zu lassen.

Sorge dafür, dass deine Wohnung und dein Arbeitsplatz aufgeräumt sind. Bring den Müll raus und dezimiere Geschirr. Lege dir außerdem alles für den nächsten Morgen bereit um direkt nach dem aufstehen loslegen zu können. Lüfte auch deine Wohnung nochmal am Abend um die Temperatur anzupassen und die Raumluft zu verbessern.

Tue zum Abschluss etwas zum abschalten

Um den Alltag hinter dir zu lassen und abzuschalten solltest du eine Tätigkeit ausüben, die dir spaß macht.

Guckst du gerne Serien?

Liest du lieber Bücher?

Was es auch ist. Gib dir am Abend die Zeit dafür genau das zu machen worauf du Lust hast ohne dabei an dein Business zu denken.

Wieso du dabei nicht an dein Business denken sollst?

Auch wenn dies gegen den unausgesprochenen Hustle-Code verstößt, ist es wichtig Abstand zu gewinnen.

Wenn du dich mit anderen Dingen beschäftigst und deine Gedanken somit schweifen lässt und deine Fantasie und Kreativität frei lässt können manchmal Wunder geschehen.

Nicht nur, dass du Stress auf diesem Weg leichter abbauen kannst, sondern auch die Möglichkeit plötzlich Einfälle und Gedanken zu bekommen die dein Business weiterbringen.

2. Entrümpel regelmäßig deinen Geist

Ok Geist klingt in diesem Zusammenhang ziemlich esoterisch. Besser passen könnte auch Kopf.

Wir sammeln über den Tag viele Informationen. Um diese zu verarbeiten oder aus dem Kopf zu bekommen kann besonders eine Sache helfen. Schreiben.

Seit Anbeginn des Schreibens haben Menschen angefangen Tagebuch zu schreiben. Nicht das typische Pinke Tagebuch wo geheime Mädchenfantasien aufgeschrieben werden sondern ein schlichtes Buch. Kariert, Liniert oder Blanko.

Dort kannst du Ideen, Gedanken und Sorgen aufschreiben. Alles was deinen Geist belastet oder bei dem du mehr Struktur benötigst solltest du in Worte fassen.

Aus diesem Faktor heraus haben sich auch Möglichkeiten wie Outlines entwickelt bei denen du deine Gedanken für ein bestimmtes. Thema niederschreibst und in eine logische Reihenfolge bringst. Für die visuellen Typen gibt es dafür Mindmaps durch die du neben dem Text auch noch eine Form visualisieren kannst.

Vor dem papierlosen Büro und entsprechender Software hat man das ganze über Whiteboards oder Post-It Notes an einer freien Wand gemacht.

In jedem Fall solltest du dafür sorgen eine Option zu haben deinen Gedanken freien Lauf zu lassen und somit in direkten Kontakt mit deinem inneren zu treten.

Notiere alles was dir gerade einfällt. Es muss keinen Sinn haben. Umso öfters du dieses „Bulk Writing“ jedoch machst, desto öfters lassen sich dadurch wahre Perlen aus deinem Unterbewusstsein herauskitzeln.

Nimm dir also Stift und Papier oder öffne ein neues Dokument in einem Schreibprogramm und setze dir eine zeitliche Frist. In dieser Zeit schreibst du nun ohne Pause. Lass deinen Gedanken freien Lauf. Bei den ersten Versuchen kann diese Methode noch etwas beklemmend sein. Sobald du dich jedoch daran gewöhnt hast, wird es dir Spaß machen.

Welche Tipps für die Vortagesplanung kennst du noch? Schreib deine Tipps in die Kommentare und lass uns teilhaben!