Einen Blog zu starten und zu führen wird genau auf zwei Arten erklärt.

  1. Einen Blog zu starten, durch das hosten einer Website oder erstellen eines Accounts bei Bloggingdiensten wie WordPress.com, Blogger oder Tumblr ist einfach.
  2. Den Blog zu führen durch das Recherchieren, Erstellen und Verbreiten von Content scheint eine massive Aufgabe zu sein. Nur möglich, wenn du zu viel Zeit hast oder deine gesamte Freizeit, einige deiner Schlafstunden und die Pausen auf Arbeit dafür verwendest.

Ich frage mich dabei immer nur eine einzige Sache. Und das bereits seitdem ich selbst mit dem Bloggen angefangen habe.

Was ist dabei so Zeitaufwendig?

PS: Wenn du darauf eine Antwort hast kannst du diese gerne in den Kommentaren posten oder mir per E-Mail schreiben.

Nun aber weiter im Text.

An sich ist Bloggen nicht umfangreich, wenn du es effizient angehst. Dabei bedienst du dich der Methodik aus dem Lean Management. In diesem Fall besser bezeichnet als Lean Blogging.

Was ist Lean Blogging?

Beim Lean Blogging konzentrierst du dich auf das pure erstellen von Content. Ohne den Drang der Perfektion auszuleben oder Texte bis zum ableben zu korrigieren.

Sehen wir es mal ganz spartanisch. Was benötigst du für einen Artikel?

Eine Idee bzw. ein Keyword oder eine Frage. Daraus resultiert ein Text zur Klärung. Dann brauchst du je nach Blogthema Fotos oder Videos die dazu passen.

Im Anschluss gibt es bereits bekannte Social Media Plattformen mit den dazu passenden Gruppen zur Verbreitung. Passende Gruppen sind „Bloggeria“, „Blog sucht Leser“ oder auch „werde Leser – bekomme Leser“.

Desweiteren geht es beim Bloggen darum deine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen zu einem Thema festzuhalten und weiterzugeben.

Absolut fehl am Platz ist also eine Überarbeitung und Korrektur bis zu maximalen Sachlichkeit.

Der Sinn hinter dem Lean Blogging ist es, genauso wie im Lean Management einen ersten „Prototyp“ auf die Straße zu bekommen. Auch wenn es hierbei um Lean Blogging geht, sollte jeder veröffentlichte Content einen Mehrwert bieten. Zu beachten ist hierbei, dass ein Text, um Mehrwert zu enthalten, keine 1000+ Wörter benötigt. Natürlich kannst du soweit in die TIefe gehen. Frage dich aber immer ob du dabei nicht zuviele Informationen in einen einzigen Artikel schreibst, sodass deine Leser das Interesse verlieren.

Der Lean Blogging Prozess

Genau hier kommt der Faktor der lean creation first um Einsatz.

Zuerst wird nämlich ein kurzer, mehrwertreicher Artikel zu einem Thema erstellt. Hierbei handelt es sich natürlich um aktuelle Themen.

Unterscheiden musst du hierbei also in Evergreen Content der bereits stark etabliert ist und immer wieder in deiner Nische zu Rate gezogen wird.

Es gibt aber natürlich auch neue, individuelle Themen, oder alternative Anwendungsmöglichkeiten. Diese kannst du dann anhand des Lean Bloggings in einem sogenannten Lean Article aufzeigen und erklären. Diesen Artikel verbreitest du nun und suchst die Kommunikation und den Austausch mit deiner Zielgruppe.

In diesem Rahmen der Analyse ist es wichtig, dass du auf die Probleme, Fragen und Einwände deiner Leser und Zielgruppe eingehst. Du kannst dieses neugewonnene Wissen nehmen um deinen bestehenden Artikel zu erweitern.

Sollte dir nach der Veröffentlichung jedoch auffallen, dass das Thema keine Relevanz hat und keine Aufmerksamkeit genießt kannst du den Artikel genauso Lean wie er ist lassen und nicht weiter beachten.

Eventuell findet das Thema zu einem anderen Zeitpunkt Interesse und kann genau dann erweitert und verbessert werden.

Im letzten Schritt solltest du überprüfen wie deine Aktualisierung aufgenommen wird und ob daraus weitere Diskussionen und Fragestellungen entstehen.

Ich habe diesen Prozess bereits in einem vorherigen Artikel beschrieben und als MAIK-Formel bezeichnet. Wenn dich dieses Thema interessiert, solltest du unbedingt auch hier vorbeischauen.

Der Kernpunkt vom Lean Blogging ist es mit und an deiner Zielgruppe zu bloggen.

Das ist der entscheidende Unterschied beim Lean Blogging. Du hältst den Aufwand extrem gering und orientierst dich sehr aktiv an deiner Zielgruppe und deren Wünschen. Somit sparst du Zeit, Geld und Nerven beim erstellen und suchen neuer Inhalte die eventuell an der Zielgruppe vorbeigehen.

Wie denkst du über diesen Prozess? Wirst du es auch mal versuchen oder findest du etwas anderes sinnvoller? Teil mir deine Meinung doch in den Kommentaren mit.