Stressbewältigung für mehr Energie und Leistung im Alltag

Stressbewältigung bedeutet mit dem aufkommenden Stress umgehen zu können.
Dabei musst du eines jedoch verstehen. Stress ist nicht immer nur schlecht. Stressbewältigung bedeutet also nicht das Entfernen von Stress sondern ist als eine Möglichkeit im Stressmanagement dafür vorgesehen den negativen von positivem Stress zu trennen und dann auszusortieren. Das Resultat des ganzen ist eine enorme Leistungssteigerung aufgrund der Leistungsentfaltung mit Hilfe der fördernden Stressoren.

Möglichkeiten zur Stressbewältigung

1. Die erste Möglichkeit ist ganz klar die Analyse deiner IST-Situation um die Stressoren zu identifizieren. Nachdem du deine Stressoren erkannt hast musst du überprüfen, welche davon negativen Einfluss haben und welche nicht.

Beispiel: Das ständige Unterbrechen deiner Arbeit durch das Klingeln des Telefons, pingen von ankommenden E-Mails und Kollegen die dich nach Hilfe fragen ist negativer Stress. Der Druck wenn du Deadlines hast und diese in greifbare Nähe kommen ist positiver Stress. Er hält dich nicht auf vom weiterkommen, sondern fördert dich.

2. Stressbewältigung heißt auch produktiv Arbeiten zu können. Dafür muss dein Arbeitsplatz natürlich darauf optimiert sein. Was bedeutet das?

Du musst mit Hilfe der Entrümpelung einen klaren und aufgeräumten Arbeitsplatz erschaffen. Sorge dafür, dass du nicht mehr suchst sondern findest was du brauchst.
Natürlich brauchst du für die Entrümpelung ein System. Ein System sorgt dafür, dass eine gleichbleibende Qualität gesichert wird und der Aufwand somit auf das kleinstmögliche verringert wird.
Wenn du dich für die Entrümpelung interessierst und mein System zur Durchführung haben willst, geht es hier lang.

3. Der dritte Punkt kann Schmerzen. Achte auf dein Umfeld. Mit wem verbringst du regelmäßig Zeit?

Wieso das so wichtig ist?
Es gibt anstrengende Menschen. Menschen die für jede Lösung ein Problem haben und dich auch ganz klar darauf aufmerksam machen wollen wieso deine Idee doch absoluter Bull… sind.
Frage dich immer, wieso verbringst du dennoch deine Zeit mit ihnen? Kann es dir viel Lebensenergie und Zeit bringen wenn du auf solche Beziehungen verzichtest?
Es gibt eine gute Nachricht. Du musst nicht gleich alles Kappen. Wenn dir emotional viel an der Beziehung liegt, kann Kommunikation wahre Wunder bewirken.
Sollte auch das aber nicht den gewünschten Erfolg bringen, heißt es trennen oder leiden.

4. Stressbewältigung durch dezimieren von Verpflichtungen

Wie sieht dein Alltag aus wenn du nicht gerade am arbeiten bist?
Hast du viel Zeit für dich? Kannst du selbst über deine Zeit entscheiden oder bist du Verpflichtungen selbstbestimmt?
Typische Verpflichtungen sind Vereinstätigkeiten, Ehrenämter oder andere Themen die Zeit kosten. Hast du einen Stammtisch dem du beiwohnst?
Was es auch sein mag, der Sinn hinter diesem Punkt ist es, erstmal Zeitfresser und Stressfaktoren auszuschalten. Das sorgt für mehr Kapazitäten die du in dich und den Ausbau eines guten Zeitmanagements investieren kannst.
Sobald das steht kannst du dich wieder mit oben genannten Themen beschäftigen.

5. Ein Ausgleich zur Stressbewältigung

Die Welt und das Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Du brauchst einen Ausgleich, am besten Verpflichtungsfrei.
Der Sinn dahinter ist es deinem Kopf eine Pause zu gewähren ohne das du zu etwas verpflichtet wirst. Du kannst machen was du willst. Ob es dabei um schlafen, Lesen, VIdeos oder FIlme gucken geht ist egal. Wichtig ist nur, dass dabei keine Verpflichtung auftritt durch Fremdbestimmung. Sobald du dich mit deiner Auszeit an etwas oder jemanden bindest kostet das Zeit, Kraft und kann Stress produzieren, den wir in diesem Bereich erstmal dezimieren wollen.
Such dir also Punkte mit denen du selbst Beschäftigung findest.

6. Stressbewältigung Dank Sabbatical oder Kündigung

Der letzte und radikalste Schritt ist es einfach zu kündigen. Wenn nichts anderes Hilft und sich die Anzeichen eines drohenden Burnouts immer größer werden, dann wird es Zeit schnell zu handeln.
Um einer Kündigung entgegen zu wirken kann auch ein Sabbatical angestrebt werden. Damit ist ein unbezahlter Urlaub gemeint.
Auch wenn dies ein radikaler Schritt ist, so muss immer beachtet werden, das wir in einem Sozialstaat leben. Um einen klaren Kopf zu bekommen und etwas Abstand zu gewinnen kann eine solche Auszeit Wunder bewirken.
Nutze die Kündigung oder besser noch den Sabbatical auch dafür zu verreisen oder dein Umfeld für eine Zeit zu ändern. Dabei ist es wichtig nicht im gleichen Trott zu bleiben sondern aktiv aus der Komfortzone zu treten und neues zu entdecken. Dabei kommt oft Inspiration, Kraft und Energie die bis dato nie möglich gedacht wäre.
Stressbewältigung ist ein spannendes Thema, welches zu mehr Entspannung führen kann. Wie gehst du mit Stress um? Hast du weitere Möglichkeiten als Stressbewältigung? Teil mir deine Erfahrungen in den Kommentaren mit!

18 Kommentare zu „Stressbewältigung für mehr Energie und Leistung im Alltag“

  1. Ein Beitrag, der mich sehr beeindruckt hat, mein Lieber! Schön zu lesen, dass ich echt schon viel davon umgesetzt habe. Ich litt vor Jahren unter Burn Out, ich habe viel geändert seitdem.

    Lieben Gruß, Bea

    1. Hallo Bea,

      danke für deine offenen Worte! Ich verstehe dich, auch wenn ich nicht unter einen Burnout gelitten habe, so war ich oder bin noch immer in einer ähnlichen Situation durch meine Multiple Sklerose. Stress ist bei mir einfach ein Trigger der sich schnell negativ bemerkbar macht.

  2. Als ich noch voll im Berufsleben stand habe ich mir vorgestellt später als Rentner endlich frei von Stress und Druck zu sein. Das Leben genießen und nur machen was ich will, so stellte ich es mir vor.
    Ich hätte niemals gedacht, dass Rente auch stressen kann z. B. durch Langeweile, denn auch die Enkelkinder werden größer und füllen den Tag nicht aus.
    Deshalb habe ich nach Möglichkeiten gesucht mich zu beschäftigen und mich dazu entschlossen in meinem Alter noch unter die Blogger zu gehen.
    Das ist mein Ausgleich zur Stressbewältigung und ich bin rundum zufrieden damit.

    Liebe Grüße
    Sigrid

    1. Wow das ist eine verdammt geile Story! Danke dafür. Das ist doch auch gleich wieder ein Zeichen dafür, wie wichtig es ist, eine Beschäftigung zu haben. Und gleichzeitig auch, dass du eigentlich nie zu alt für etwas bist. 😉👍

  3. Das ist absolut ein Beitrag für mich! Durch den verantwortungsvollen Job den ich habe + das Bloggen steht Stress bei mir wirklich immer an erster Stelle. Aber du hast Recht – es muss tatsächlich kein negativer Stress sein, ganz im Gegenteil. Stressmanagement ist aber wirklich extrem wichtig. Deine Tipps werde ich aufjedenfall beherzigen und ausprobieren. Vielleicht hilft mir das auch ein bisschen den Druck loszuwerden, den ich mir immer persönlich mache 🙂

    Lieben Gruß,
    Alice von https://alicechristina.com

    1. Hey Alice,

      ich freue mich, wenn dir der Artikel gefällt und du davon profitierst.
      Wie du schon sagst, ist es enorm wichtig den Druck zu verlieren, den wir uns selbst machen.
      Wenn du weitere Hilfe brauchst kannst du mir auch schreiben und ich werde dir individuell helfen.

  4. Stress ist leider an immer mehr Arbeitsplätzen Thema! Immer mehr Mitarbeiter leiden an Burnout und machen Überstunden, die Menschen machen sich alle wegen ihres Jobs kaputt. Und da sehe ich oft keinen Ausweg, denn wir wollen immer mehr und immer besser werden und das nutzen viele Firmen schamlos aus. Wer was werden will, dem wird alles abverlangt. Deshalb habe ich mich gegen eine weitere karierre in meinem Unternehmen entschieden und bewusst nochmal ein Kind bekommen, bevor mein Vertrag verlängert und somit unbefristet wird. Und oft ist das leider der einzige Notaus.
    Viele Grüße Wioleta von http://www.busymama.de

    1. Stress ist, wie du schon sagst, ein massives Problem. Viele Unternehmen verstehen nur leider noch nicht, dass ihre Mitarbeiter ihr wertvollstes Gut sind. Daher ist unproduktives Arbeiten bis zum Burnout lieber gesehen als der Weg zum nachhaltig effizienten Unternehmen. Leider.

      Hoffentlich ändert sich das.

  5. Was für ein toller und lehrreicher Artikel 🙂 Momentan mache ich mir auf der Arbeit selbst Stress, weil ich einfach nicht zufrieden bin. Überlege daher ebenfalls den Job zu wechseln oder wenigstens in ein anderes Team zu kommen. Das würde bei mir definitiv Stress lindern.

    1. Danke für das Lob 😊

      Ich verstehe das Problem mit dem Stress auf Arbeit. Wenn es die Möglichkeit gibt, solltest du die Chance auf jeden Fall nutzen in ein anderes Team zu kommen. Wenn das Klima dort besser ist, kannst du folglich sogar noch mehr Leistung bringen.

  6. Hallo Merlin, das ist ein toller Beitrag und ich werde in mir zu Herzen nehmen. Stress dominiert meinen Alltag auch seit Jahren und ich arbeite daran es ruhiger anzugehen. Auch in meiner Freizeit achte ich darauf verstärkt. Liebe Grüße, Claudia

  7. Andreas Schmied

    Das Thema Stressbewältigung begleitet mich beinahe tagtäglich in meiner Arbeit. Ein sehr wertvoller Beitrag von dir! Danke dafür!

  8. Hallo Merlin,

    ein sehr hilfreicher Beitrag!
    Vor allem an den Punkten 3 und 4 muss ich dringend arbeiten. Die von Dir aufgezählten Punkte helfen auf jeden Fall, den Alltag besser und ohne Stress organisiert zu bekommen.

    Viele Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

    1. Hey Tabea,

      danke für den netten Kommentar. Genau deswegen blogge ich, um anderen Menschen zu helfen.

      Und wenn ich dir helfen und Impulse geben konnte, dann habe ich alles richtig gemacht. 😀

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